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COBRA - To Hell

VÖ: 02. Mai 2014
Ván Records

Schaut man sich "To Hell" als Gesamtes an, die Reihenfolge der Songs mit ihren unterschiedlichen Charaktern, das lange Double-Axe-Intro im Opener "Beyond The Curse", die Stimmung machende Uptempo-Nummer "Fallen Soldier" direkt hinterher, bis hin zum Finale "Inner Demon", könnte man denken, man hört sich einen strategisch gut sortierten Live-Gig an, der für eine Sache prädestiniert ist - Opener eines Keep It True/Headbangers Open Air/Swordbrothers-Festival zu sein und der Meute richtig einen vor den Latz zum knallen. Und mit dem Exotenbonus aus Peru zu kommen, werden Cobra bei den Headbangern offene Türen einrennen. Ihren Spagat zwischen großen NWOBHM-Momenten und ein paar US oder Nippon Metal-Versatzstücken kredenzen die Jungs mit wirklich feuriger Leidenschaft. Allein was das Gitarrenduo Andrés und Nito hier abzieht, wird die Plattenspielernadel derbe zum Glühen bringen. Passend dazu hat Sänger Harry el Sucio trotz brillanten, nicht übertrieben eingesetzten Kopfstimmen-Momenten auch noch den nötigen Dreck auf den Stimmbändern, dass ich manchmal an eine eben dreckige, Rock-lastigere Version von Enforcer denken muss. Und genau so hört sich eine hungrige Band an, die noch heiß ist, die Welt zu erobern und dieses Vorhaben auch mit leidenschaftlichem Metal untermauern kann. Richtig Klasse!! (sw)

- 8/10 -