Impressum Startseite
Reviews Interviews Konzerte Festivals Specials

ME, MYSELF AND THE AUDIENCE - Colourise the ocean

VÖ: 23. September 2011
Off The Records

Aus dem tiefsten Süden der Republik kommen Me, Myself And The Audience, die auf ihrem Album "Colourise the ocean" einen brachial-wüsten Stilmix irgendwo zwischen Math-, Hard- und Metalcore servieren, der noch dazu mit chilligen Breaks, Jazzparts und ein paar elektronischen Elementen gespickt ist. Das alles klingt bis hier hin schonmal nicht sehr leicht verdaulich und erinnert musikalisch nicht selten an Between The Buried And Me und vor allem War From A Harlots Mouth (deren Gitarrist Simon das Album gemastert hat). Insbesondere die jazzigen Breaks, wie z.B. im Opener "Sanders & Carney" erinnern an die Berliner. Insgesamt überwiegt aber doch eher der vertrackte Hardcore und weniger der Mathcore. Neben klassischen Breakdowns (wie etwa in "A battle between real and imagined Zombie-related ruggedness") ertönt im sehr chillig endenden Titelsong sogar ein clean gesungener Refrain, der zwar letztendlich auch nur das bekannte Growls-clean Parts-Wechselspiel bedient, aber zweifelsfrei zu gefallen weiß. Die dezent und perfekt eingesetze Elektronik macht aus "Napoleonic complex" durchaus ein kleines Highlight. Die zehn knackigen und kompakten Songs bewegen sich auf konstant gutem Niveau, und bieten trotz ihrer teils sehr komplexen Brachialität genügend Spielraum für nachvollziehbare Breakdowns, eingängige Moshparts und klare Blastbeats, ohne den Hörer allzu sehr zu überfordern. Einziger Kritikpunkt: Die Drums klingen mir manchmal zu kalt und blechern. Ansonsten aber ein gelungenes Album, dass Fans der beiden o.g. Bands sicherlich gefallen dürfte. (maz)

- 7/10 -