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Interview: GRANTIG

Foto: Severin Schweiger

Mit Bassist Alex Negret.

Die Kritiken zu eurem Debütalbum "So muss das sein" sind im RockHard und Metal Hammer nun nicht gerade allzu berauschend ausgefallen. Wie geht man gerade als junge und neue Band damit um? Macht sich da etwas Enttäuschung oder eher Gleichgültigkeit breit?
Natürlich ist man enttäuscht, wobei man vor allem als junge Band darüber hinwegsehen muss und sich nicht unterkriegen lassen darf. Die Platte ist halt einfach nicht angekommen bei den Leuten, das muss man akzeptieren. Ansonsten ist die Resonanz aber doch sehr gut, was schon die Frage aufkommen lässt, wieso vor allem der Hammer die Platte so dermassen zerissen hat. Scheiß drauf! Auch wenn man mit seiner Leistung zufrieden ist, wird es immer jemanden geben, der noch was zu meckern hat. So läuft das halt nunmal.

Wie würdet ihr eure Musik einem Unwissenden beschreiben?
Ich will hier nicht die Standardfloskeln runterleiern, denn meiner Meinung nach, sollte sich jeder selbst ein Bild verschaffen, aber generell würde ich sagen: Aggressiver, kompromissloser Metal mit fiesem Groove. Und deutschen Vocals natürlich.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, deutsch zu singen? Nicht zuletzt auch im Ausland dürftet ihr es damit vermutlich eher schwer haben.
Wir wollten einfach die Message, die hinter einem Text steckt, klar rüberbringen. Dazu muss man jedes Wort so treffend wie möglich formulieren und dies fällt einem in der Muttersprache natürlich am leichtesten. Außerdem wollten wir uns von der breiten Masse abheben. Es gibt ja doch recht wenige Metalbands mit deutschen Texten. Vor allem im traditionellen Bereich.
Ob es für uns im Ausland schwieriger ist, wird sich zeigen. Bisher haben wir schon ein kleines bisschen Resonanz aus anderen Ländern bekommen und die stimmt uns doch recht positiv. Mal schauen, vielleicht ist es ja gerade dieser Exotenbonus, der uns interessant macht.

Wo seht ihr eure musikalischen Wurzeln, welche Bands haben euch geprägt bzw. sind eure Vorbilder?
Wir werden eigentlich von jeder Art von Musik, die wir hören und mögen, beeinflusst. Wenn ich aber ein paar Namen nennen sollte, dann würde ich auf jeden Fall AC/DC und Pantera nennen. Die hatten schon einen großen Einfluss auf uns. Generell sind es also eher Bands aus dem Rock- oder Thrashgenre, aber wie gesagt, gerne auch mal andere.

Demnächst geht es auf Hellfest-Tour mit Misery Speaks und The Sorrow. Was erwartet ihr von der Tour bzw. erhofft ihr euch, und was können die Konzertbesucher erwarten?
Wir bereiten uns im Moment bestens für die Tour vor und hoffen, eine Menge neuer Fans zu gewinnen. Deshalb wird es von unserer Seite aus eine energische Rockshow geben und der Rest bleibt wohl dem Publikum überlassen. Wir hoffen, es kommt an und sind gespannt, wie es sonst so laufen wird auf unser ersten richtigen Tour. Die Devise lautet also: Krachen lassen - während und nach der Show!


Das Interview führte Marco Zimmer (per Mail).