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Interview: AGE OF EVIL

Vier junge Herren im Alter von 17 bis 20 Jahren schicken sich an, ihre Marke in der Metalwelt zu setzen. Mit ihrem Debüt "Living A Sick Dream" und einer jetzt schon vorhandenen (auch lesbaren) Bodenständigkeit, sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir in Zukunft nicht noch mehr von diesem Quartett hören.

Ihr wart bereits 2007 in Deutschland auf dem Bang Your Head!!!-Festival. Wieso hat der Release von "Living A Sick Dream" hier so lange gedauert?
Die Entscheidung mit dem Label hatte keine zu große Eile, weil wir keine überstürzten Entscheidungen treffen wollten. Es waren bereits Angebote da, aber sie passten nicht zu dem, was wir suchten. Evil Eye Entertainment und Intergroove werden von großartigen Menschen betrieben und der Fokus liegt auf uns. Wir wollten nicht eine Band werden, die vom Label an die Seite gestellt wird.

Ignoranten würden euch eventuell in die Ecke der Trivium-Nachahmer stecken. Was haltet ihr davon? Wollt ihr auch die nächsten Metallica werden?
Trivium sind Freunde von uns und wir streben mit Sicherheit nicht danach, zu werden wie sie. Es ist nicht fair, jede neue junge Band als "Trivium-Nachahmer" zu bezeichnen und ich hoffe, dass die Leute das auch nicht in unserer Musik hören. Wir wollen nicht die nächsten Metallica werden, oder die nächsten Judas Priest, oder die nächsten Megadeth. Wir sind Age Of Evil. Wir spielen nicht darauf an, das nächste irgendetwas zu werden.

Welche Rolle spielt Tom Gattis in der Geschichte/Entwicklung von Age Of Evil? Gerade weil ihe eure Songs ja schon alle selbst schreibt.
Das erste Mal haben wir Tom während unseres zweiten Tages im Studio getroffen. Der Produzent hat etwas dick aufgetragen und gemeint, dass Tom uns den Hintern aufreissen wird, wenn wir nur eine falsche Note spielen. Das erste was Tom aber zu uns sagte, war, dass wir erst mal drei Tage auf der Strasse leben sollten, mit nix als unseren Klamotten an.
Das Wichtigste für die Entwicklung war aber, dass er uns die Augen geöffnet hat, zu einer Art, diese Musik zu spielen, wie wir es noch nicht gewohnt waren. Er hat uns härter als je zuvor arbeiten lassen und ließ auch keinen Kompromiss zu ... als den, "solid as fuck" zu sein.

Mein spezieller Favorit auf eurem Debüt ist "Glimpse Of Light" - der aggressivste Song mit diesem fast hypnotischen Feeling. Ist das vielleicht eine Aussicht auf das, wozu Age Of Evil in der Zukunft noch im Stande sind?
"Glimpse Of Light" ist der Song, den wir als Abstraktesten auf dem Album darstellen wollten. Wie du sagst, ist er sehr aggressiv und hat ein interessantes Arrangement. In Bezug auf seine Brutalität und Eigenständigkeit - ja, davon kannst du in Zukunft mehr von Age Of Evil erwarten. Aber "Livnig A Sick Dream" und unsere neuen Songs sind zwei verschiedene Bestien.

Das aktuelle Alter in der Band macht es ja schon schwieriger, länger zu touren. Wie sehen eure aktuellen Live-Pläne aus? Gerade in Deutschland habt ihr ja bereits gute Erfahrungen gemacht, richtig?
Klar, während der Schulzeit zu touren, ist schon hart. Wir sind ja alle noch Schüler, aber bis dato haben wir es immer hinbekommen. Der Sommer ist der Hauptzeitraum für Europa aber wir versuchen auch immer, andere Zeiten zu finden - z.B. haben wir im Dezember 2008 mit Girlschool in London gespielt. Wir können es gar nicht erwarten, dieses Jahr wieder in Deutschland zu sein. Das fühlt sich schon wie ein zweites Zuhause an. Wir lieben die Fans, die Menschen, die Musik-Szene ist um Längen besser und ganz klar ist das Essen und das Bier besser!


Das Interview führte Siegfried Wehkamp (per Mail).