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Interview: AZARATH

Seit einem Monat überlege ich, ob die beiden besten polnischen Extrem-Exporte - Vader und Behemoth - nun richtig Konkurrenz bekommen. Ob ihre Landsmänner von AZARATH auch zu ähnlichen Ehren in der Veröffentlichungs-überfluteten Szene kommen, bleibt abzuwarten. Ihr neues Album "Praise The Beast" ist auf jeden Fall ein Garant für höher schlagende Herzen bei Fans des brutalen, technisch anspruchsvollen Death Metal.

Das vierte Album in vier Jahren. Was sind die einschneidendsten Entwicklungen, die Azarath zu diesem beeindruckenden Kraftwerk gebracht haben?
Das ist eine schwierige Frage. Wahrscheinlich unsere Entschlossenheit und einfach das Bedürfnis, diesen Death Metal zu spielen. Das brachte uns bis hier hin. Jedes unserer Alben wurde zu einer Zeit aufgenommen, als wir genau das so wollten und wir auch bereit dazu waren. Jedes Album stellt einen Entwicklungspunkt dar. Natürlich entwickelt Inferno (Drummer) seine Fähigkeiten bei Behemoth zu jeder Zeit weiter.

Was sind denn die Gründe für den durch und durch blasphemischen Background der Band?
Wir sind mit dem Old School Death Metal aufgewachsen. Wir lieben Nieten, Patronengurte, Leder - wir spielen brutalen Death Metal mit blasphemischen Texten. Und wir halten alle Cover und Layouts in diesem Stil. Ein weiterer Grund könnte auch unser sehr katholisches Land sein, und es sind eine Menge Heuchler unter diesen sogenannten Katholiken. Viele bezeichnen sich einfach so, weil sie denken, es wäre diese richtige Art zu leben. Fuck that!

Technischer und zugleich brutaler Death Metal hat es über die Jahre immer geschafft, zu überleben. Wo könnten eurer Meinung nach die Gründe dafür liegen?
Weil es einfach geile Mucke ist! Ich höre Death Metal seit 1990 - da war ich sechzehn. Bands wie Morbid Angel, Immolation, Deicide, Entombed, Sinister und viele mehr haben mich inspiriert und all diese Bands gibt es heute noch! Als der Black Metal sein Hoch hatte, sagte jeder, dass der Death Metal nun begraben wäre. Aber wie jeder sehen kann, ist dafür immer noch ein großes Publikum da.

Ihr werdet dieses Jahr auf dem Party.San-Festival spielen. Was können die Fans von einer Azarath-Show erwarten?
Wir sind echt glücklich, dort spielen zu können! Wir haben ein 40-Minuten-Set. Es gibt vier Songs von unserem neuen Album "Praise The Beast" und ein paar andere Stücke der letzten drei Alben. Hoffentlich werden Show und Publikum richtig gut!

Was könnt ihr bis zum jetzigen Zeitpunkt über das Feedback der deutschen Fans sagen?
Mit Azarath haben wir ja noch nicht bei euch gespielt. Aber wir bekommen eine Menge e-Mails und MySpace-Nachrichten von den deutschen Fans. Für die wird es also auf dem Party.San eine gute Gelegenheit, uns mal live zu erleben.


Das Interview führte Siegfried Wehkamp (per Mail).