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Interview: MORRIGU

Mit ihrem starken neuen Album "The Niobium Sky" meldet sich die Schweizer Formation MORRIGU dieser Tage zurück. Grund genug für uns, einmal in der Alpenrepublik nachzuhaken.

Ihr habt in den vergangenen Jahren bereits zwei EPs und ein Album in Eigenregie veröffentlicht. Wenn man sich mal so anschaut, wer heutzutage alles einen Plattenvertrag bekommt, dann fragt man sich natürlich, warum so viele Jahre vergangen sind, bis ihr nun beim Label Dark Balance ein "zu Hause" gefunden habt. Scheinbar ist in Euren Anfangsjahren nicht alles so ganz glatt und rund gelaufen, oder warum hat das so lange gedauert?
Nun, das ist eine gute Frage und nicht ganz einfach zu beantworten. Ich denke, es lag an einer Kombination aus Gründen. Bei allen unserer früheren Alben war der Sound einfach nicht gut genug. Dies führte dazu, dass eine Bandübernahme nie in Frage kam. Weiter haben wir bei "The Niobium Sky" viel mehr auf ein harmonisches Arrangement geachtet, wodurch die Songs viel durchdachter und homogener wirken. Und zuletzt haben wir mit Dark Balance ein Label gefunden, das an unsere Musik glaubt. Ich denke aber nicht, dass in den Anfangsjahren etwas schlecht lief. Wir wollten uns immer schon weiterentwickeln und dies ist uns auf eine schöne Art gelungen.

Erzählt doch mal bitte kurz etwas zum Entstehungsprozess von "The Niobium Sky". Wie sind die Vorbereitungen und die Aufnahmen abgelaufen, und in wie weit gibt es auf dem Album ein inhaltliches Konzept bzw. einen Leitfaden, bzw. wollt ihr mit dem Album irgendeine bestimmte Message rüberbringen?
Kurz nachdem "The Flock Of Crane" fertig war, hatte Sevi (Sänger und Gitarrist) schon wieder angefangen, neue Ideen auszuarbeiten. Wir waren einfach nicht zu 100% zufrieden mit "The Flock Of Crane". Als wir die Vorproduktion beendet hatten, waren wir überzeugt davon, dass wir tolle Songs am Start haben. Von daher wollten wir das Schlagzeug unbedingt im Horus Sound Studio in Hannover aufnehmen. Nach einiger Zeit ging es dann zu Andy Schmidt nach Leipzig für Gitarre und Bass. Und zuletzt noch nach Zürich für den Gesang. Leider konnten wir die Aufnahmen nicht an einem Stück durchziehen. Mit dem Ergebnis waren wir aber absolut zufrieden. Nun kam der Mix und an dem durfte die Sache keinesfalls scheitern. So kamen wir zum Entschluss, das Album im Antfarm Studio mischen zu lassen.

Eure musikalischen Einflüsse scheinen sich meiner Meinung nach quer durch die verschiedensten Genres zu ziehen. Welches sind die Bands, die euch sowohl auf "The Niobium Sky", als auch generell in der Vergangenheit geprägt und beeinflusst haben - und was hört ihr gerade aktuell für Musik?
Du liegst mit deiner Meinung absolut richtig. Die Einflüsse reichen weit durch alle erdenklichen Metal und Rock Genres. Einzelne Bands da hervorzuheben wäre nicht richtig. Wir versuchen aber immer, die Musik, die wir gerade gerne hören, von den Einflüssen in unsere Songs zu trennen. Nur so glauben wir, kann sich Eigenständigkeit entwickeln.

Wenn man als Band aus der Schweiz bei einem niederländischen Label unter Vertrag steht, dann stehen die Chancen auf Konzerte in Deutschland vermutlich eher schlecht oder gibt es bereits irgendwelche Tourpläne, die euch eventuell auch nach Deutschland führen?
Das stimmt. Jedoch organisiert Dark Balance immer wieder mal ein Konzert in Deutschland. Zudem sind wir seit Längerem auf der Suche nach Möglichkeiten, um eine Tournee spielen zu können. Mal schauen, was da in nächster Zukunft so geht. Wir hoffen natürlich sehr, dass das klappt, da wir ausgezeichnetes Feedback aus Deutschland erhalten haben.

Welches sind eure Pläne für die Zukunft? Was wollt ihr mit der Band gerne erreichen?
Eigentlich sind wir momentan schon mal sehr glücklich, was aber nicht heißen soll, dass wir nicht mehr hungrig sind. Wie schon gesagt, möchten wir viel mehr Konzerte spielen, wofür wir uns nach einer Bookingagentur umsehen werden. Und bald schon werden wir uns auch wieder mit neuen Songs befassen. Es steckt noch einiges an Potenzial in der Band, und dies würden wir nur allzu gerne den Metalheads präsentieren.


Das Interview führte Marco Zimmer (per Mail).