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Interview: PANTHEON I

Herzlichen Glückwunsch zu einem wirklich eigenständigen Black Metal Meisterstück! Ich schätze, dass nun einige 1349-Fans "Worlds I Create" mit offenen Armen empfangen werden, nachdem "ihre Band" sich ja etwas verändert hat.
Vielen Dank! Wir sind auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem Feedback, was wir bis jetzt bekommen haben.

Es ist euer drittes Album - war der qualitative Standard auf den beiden Vorgängern auch schon so hoch?
Die Songs hatten immer das selbe Qualitätslevel. Es ist nur die Geschwindigkeit, die sich erhöht hat, wodurch sich die Palette erweitert hat, auf der wir uns ausdrücken können.
Die Produktion und der Sound an sich hat sich im Vergleich zu den vorherigen Alben schon geändert. Auf "Worlds I Create" ist er klar, aber auch ein wenig rau. Das macht die Sache noch effektiver, wenn wir in die schnellen Parts einsteigen.

Der Name des Albums zusammen mit Titeln wie "Serpent Christ" oder "Burn The Cross" führen wohl (wieder) zu einer einzigen Lösung - der Mensch selbst ist wichtig, Religionen sind so nötig wie Fusspilz. Worum geht's also in den Texten?
"
Burn The Cross" ist ein klares anti-religiöses Statement. Der Dreck und Ekel der Religionen muss einfach gnadenlos weggebrannt werden. Befreie die Erde vom Glauben und schände die Asche.
"Serpent Christ" ist etwas anders. Die Schlange ("Serpent") ist quasi der Erlöser, der die Menschheit zu Selbstbewusstsein und Wissen über sich selbst führt. Man nennt sie den "Überbringer des Bewusstseins".

Die Hinzunahme eines Cellos bringt eurem Sound noch mehr Erhabenheit, als er ohnehin schon hat. Es scheint aber nicht auf jeden Song vertreten zu sein. Wie passt das dann zur Live-Situation?
Da liegst du falsch. Live ist Julianne bei jedem Song dabei. Ihr Cello ist allgegenwärtig. Und wenn sie auf der Bühne mal gerade keinen Part hat, bangt sie um ihr Leben. Sie hat so ein mächtiges Headbanging drauf, dafür beneiden sie verdammt viele Metalheads. Sie ist eine Bereicherung unserer starken Live-Shows und eine brillante Musikerin.

Vor einem Jahr hattet ihr euren ersten Auftritt in Deutschland auf dem Interregnum-Festival. Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht?
Die, dass wir unbedingt wiederkommen wollen. Wir hatten eine richtig geile Zeit und die Fans waren völlig verrückt. Brillant!

Wie sehen eure Pläne für eine Rückkehr nach Deutschland aus?
Es sind Pläne in Arbeit, um nach Europa zu kommen. Und Deutschland wird definitiv dabei sein. Und ich kann dir sagen, dass wir Europa dem Erdboden gleich machen werden.

Den Song "I'll Come Back As Fire" habt ihr für den Horrorfilm "Someone's Knocking At The Door" geschrieben. Wie kam es dazu und hat es bereits Feedback gegeben, welches nur auf dieser Teilnahme basierte?
Um es abzukürzen - wir haben bereits mit einer anderen Band mit dem Produzenten gearbeitet, in der einige von uns waren/sind. Er ist ein großer Pantheon I-Fan und wollte unbedingt einen Song von uns für diesen Film. Tja, wir sind alle ziemliche Horror-Freaks - da sind wir doch gerne dabei.
Nachdem die News über unseren Beitrag verbreitet war, wurde schon viel darüber geredet. Das Feedback war positiv. Wäre cool, wenn wir so was nochmal machen könnten.

Mal abgesehen von dem, was Musik, Texte und Fotos im ersten Moment aussagen, sind Pantheon I offensichtlich keine Bnd, die mit dem typischen Black Metal Image spielt. Letztendlich seit ihr also auch nur ein Haufen von Die Hard Metal-Fans?!
Aber sicher! Wir haben im Metal schon unterschiedliche Geschmäcker (meiner ist natürlich der Beste), aber schlussendlich sind wir Metal-Fans durch und durch, baby!

Ihr habt sehr interessante Promo-Fotos …
Ist es schwierig, mit dieser Art Fotos in die Öffentlichkeit zu treten? (Die unzensierten Versionen gibt es nur auf
www.pantheon-i.com)
Ach ja ... die Fotos. Die Idee war nur ein dreckiges, sadistisches Serien-Mörder/Psycho-Feeling zu kreieren. Wenn sich die Menschen darüber beschweren oder nur rumnörgeln wollen, werden sie das auch tun.


Das Interview führte Siegfried Wehkamp (per Mail).