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Interview: WIZARD

20 Jahre WIZARD - da ist es natürlich an der Zeit, drei elementare Fragen zu klären, die uns Drummer Sören van Heek auch umgehend beantwortet hat.

Neben einer starken CD zum 20. Jubiläum - was plant die Band im Jubiläumsjahr noch, um die Fans kräftig mitfeiern zu lassen?
Wir sind dabei, ein paar Konzerte auf die Beine zu stellen. Geplant ist bisher Polen, Tschechien, Schweiz, Holland und Deutschland. Leider haben wir noch keine Zusage von einem der großen Festivals in Deutschland, aber vielleicht haben wir ja noch Glück. Außerdem planen wir eine Releaseparty hier in unserer Gegend, was sich allerdings als ziemlich schwierig erweist, da die Behörden für Metal-Konzerte kein Verständnis zu haben scheinen.

Ist das Aufstocken zum Quintett vielleicht das i-Tüpfelchen, um der Konkurrenz noch mehr das Fürchten zu lehren?
Nee, wir wollen ja keinen das Fürchten lehren. Wenn du neben deinem Erstgeborenen einen zweiten Sohn bekommst, schmeisst du den ersten ja auch nicht weg *lach*. Wir sind halt eine große (bzw. kleine) Familie. Die Konkurrenz ist eh stärker als wir, wir hatten bisher nicht das Glück, groß rauszukommen wie Hammerfall, Manowar oder ähnliche. Witzig fand' ich letztens in einem Review, dass da gesagt wurde, wir würden uns wohl ziemlich an Hammerfall anlehnen. Haha, zum Glück weiß ich, dass es umgekehrt ist. Aber das finde ich nicht schlimm, jede Band macht halt die Musik, die sie gut findet. Da hat ja nicht irgendwer ein Patent drauf.

Ist man als Band mit fremdeinflussfreiem Sound (ähnlich wie Slayer oder Cannibal Corpse) manchmal dazu verdammt, sich immer wieder selbst erfinden zu müssen, weil eine spürbare Kursänderung sofort einen Kritikhagel zur Folge hätte?
Ja, das stimmt in gewisser Weise. Wobei wir ja das Glück haben, keinen Cent mit unserer CD zu verdienen. Deswegen können wir es uns erlauben, zu spielen, worauf wir Bock haben. Wir haben noch nie danach geschielt, was Fans oder Freunde oder Magazine von uns hören wollen. Sonst hätten wir bestimmt schon resigniert. Du kannst es wirklich nicht allen Recht machen, daher ist das einzige, was zählt, unsere eigene Meinung. Immerhin müssen wir den Krempel ja jede Woche spielen und anhören, haha. Da sollte es schon ein bisschen Spaß machen - und das nicht nur zwei Jahre lang, sondern inzwischen 20 Jahre.


Das Interview führte Siegfried Wehkamp (per Mail).