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Interview: STRIKER

Aller Anfang ist schwer. Erst fällt das Deutschland-Live-Debüt wegen der Aschewolke flach und dann kommt die CD auch noch mit einem Pressfehler aus dem Werk. Trotzdem darf man den ersten STRIKER-Longplayer nicht unter den Tisch fallen lassen, nur weil es zu Startschwierigkeiten kam. Sänger Dan Cleary (Foto, 2. von links.) hat auf jeden Fall Zeit, um ein paar Fragen zu beantworten.

Nehmen wir das offensichtlichste Thema - und wohl auch ärgerlichste - gleich vorweg: Die Absage eures Keep It True-Auftritts und des ersten Deutschland-Abstechers. Wie waren die letzten Tage, bevor es endgültig klar war, dass ihr es nicht mehr schafft?
Nicht rüberkommen zu können, war echt zum Kotzen! Das Problem war, dass wir unseren Flug für den 19. April gebucht hatten, dadurch waren wir im letzten Teil der Streichungen. Das Wochenende davor war die Hölle. Als wir wussten, dass unsere Flüge gestrichen sind, versuchten wir sofort neue Flüge zu buchen. Da wir aber im letzten Teil der Streichungen waren, waren wir auch die Letzten, um möglicherweise neu zu buchen. Den frühesten Flug hätten wir dann für den 10. Mai bekommen. Und als wenn das noch nicht genug wäre - wir hatten sogar Tickets für die Scorpions-Show in Frankfurt! Scheiß Vulkan!

Der Weggang eures Drummers hat aber nichts damit zu tun, oder?
Nein, das war eine ganz andere Geschichte. Es ist immer noch ein sehr sensibles Thema, deswegen möchte ich da jetzt nicht drauf eingehen.

Letzte Frage zur Vulkan-Geschichte. Ihr habt den Song "Fuck Vulcanoes" in nur 24 Stunden geschrieben?! Jede andere Band hätte da einen Spaß-Track draus gemacht und habt sogar die 5-Minuten-Barriere durchbrochen. Ist der Song wirklich komplett neu oder waren da noch ein paar Ideen aus der Trickkiste?
Wir haben den Song geschrieben, nachdem unsere Flüge gestrichen wurden. Es war in dem Moment einfach ein riesen Ansporn, haha. Yeah, es ist ein völlig neuer Song. Das Keyboard von einem Freund lag auch noch irgendwo herum und das habe ich dann auch gleich verwendet. Das Meiste daraus haben wir in einem Take aufgenommen - speziell den Gesang. Wir dachten uns, wenn uns der Vulkan schon so übel mitspielt, sollten wir die Energie zumindest für guten Heavy Metal verwenden.

Im Vergleich zu vielen anderen Bands, klingt euer Sound nicht wirklich old school, sondern mehr wie traditioneller Heavy Metal mit einer vernünftigen up-to-date-Kante des neues Jahrhunderts. Kommentare dazu?
Das meiste schreibe ich ja und es sprudelt einfach so heraus. Das, was wir spielen, fühlen wir auch so. Es ist einfach sehr natürlich. Für den Sound schulden wir Cam MacLeod ziemlich viel, da er uns geholfen hat, den Sound nach unseren Vorstellungen festzuhalten.
Unsere Einflüsse gehen vom traditionellen Metal über Speed Metal auch ein wenig zum Hair Metal. Manchmal halte ich mich monatelang mit Bands auf und analysiere regelrecht Songs und ihren Aufbau. Diese Art ist mit Sicherheit auch Schuld daran, haha.
Vor einiger Zeit hatte ich so ein halbes Jahr, wo ich fast ausschließlich nur Vicious Rumors, Helstar, Blind Fury, Attacker und Cloven Hoof gehört habe.

Schlußendlich möchte natürlich jeder wissen, wann man euch auf deutschen Bühnen sehen kann? Und ganz nebenbei - gibt es schon Absprachen, den Keep It True-Gig nachzuholen?
Im Moment wissen wir es einfach nicht. Als Nächstes steht erst mal eine Kanada-Tour an und danach werden wir eine mögliche Deutschland-Tour irgendwann im Herbst versuchen zu planen. Wir haben mit Oli vom Keep It True schon gesprochen und leider ist 2011 ja schon ausgebucht. Aber falls jemand abspringt, stehen wir Gewehr bei Fuß!


Das Interview führte Siegfried Wehkamp (per Mail).