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Interview: DECEMBER FLOWER

Die deutsche Formation DECEMBER FLOWER hat mit "Where All Life Ends …" ein beachtliches Debüt hingelegt, welches wirklich jedem Fan der 90er-Schweden Death Metal-Zeit runtergehen sollte, wie der in dieser Jahreszeit geliebte heiße Grog!

Da Ihr den Sound ja ohrenscheinlich wirklich liebt, kann ich mir schwer vorstellen, dass die von uns angesprochenen, offensichtlichen Parallelen nicht ganz ohne einen liebevollen Vorsatz entstanden sind?!
Wer sind diese Bands, die du da erwähnst? Sagen mir gar nichts …
Nein natürlich nicht, das ist der Sound, den wir lieben. Micha und ich haben das ja schon ein wenig mit der Vorgängerband verfolgt, aber bei December Flower ist das jetzt zu einem ausgereiften Geschoss geworden. Wir haben die Veröffentlichungen dieser Bands quasi allesamt im Schrank stehen. Unanimated, Dissection, Maze Of Torment, The Moaning, Mörk Gryning, Gates Of Ishtar, Dismember, Dawn, Withered Beauty usw.
Das ist aber auch kein Geheimnis und wir stehen dazu.

Ihr ward/seid bereits in vielen Bands aktiv. Allein das Presseinfo wirft sechs Namen ins Rennen. Das klingt nach einer verdammt hohen stilistischen Vielfalt, die bei December Flower ihren gemeinsamen Nenner im Schwedentod findet?
Also alle Bands, die derzeit noch aktuell sind, haben zumindest den gemeinsamen Nenner, dass sie Death Metal beinhalten. Somit kann man sagen, dass das schon der Sound ist, der dem Zugrunde liegt. Schwedentod ist dabei natürlich nicht zu vernachlässigen. Ich muss auch sagen, dass diese ganzen neuen modernen Brutal Death Metal, Frog Noise und Core Bands auf Dauer auch ziemlich langweilig sind, meiner Meinung nach. Da wird nämlich nicht das Rad neu erfunden, wie es uns manchmal vorgeworfen wird, denn da klingt wirklich ein Album wie das andere.

Hat die Erfahrung mit all diesen Bands auch dazu beigetragen, dass Ihr hier in der Lage gewesen seid, von den Recordings bis zum Mix alles selbst machen zu können?
Naja, wir haben es ja nicht vollständig alleine gemacht. Unser Ex-Drummer Simon war da federführend was das Recording, Mixing und Mastering anbelangt. Er ist da recht fit in dem Bereich. Der Grund wieso, war letzten Endes ein rein praktischer, da wir somit zeitlich flexibel waren, was von Nöten war wegen sonstiger Verpflichtungen und räumlichen Distanzen.

Wie fiel die Entscheidung zu diesem soundmäßig doch eher unpassenden Namen?
Finde ich nicht. Der Sound ist kühl und dennoch lebhaft. Was könnte da besser passen?

Wie stellt Ihr Euch die Zukunft der Band vor? Wo soll Euch dieser Stil im besten Fall hinführen? Und viel wichtiger - in Bezug auf die vorherige Frage - wie gestaltet sich die Prioritäten-Verteilung?
1.) Live zocken, 2.) Open Air zocken, 3.) neues Album, 4.) Black Jack und Nutten, ha!
Am wichtigsten für uns ist erstmal, dass das Album gut ankommt und wir live in Erscheinung treten können. Ansonsten wollen wir vor allem Spaß haben und über kurz oder lang halt den Nachfolger einspielen.


Das Interview führte Siegfried Wehkamp (per Mail).