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Interview: AUTOPSY

Chris Reifert (Foto, rechts) - Gründer der Death Metal Veteranen von AUTOPSY, legt dieser Tage die erste DVD "Born Undead" vor. Und so wie die Songs der Gore-Urmeister hauptsächlich sind, sind auch seine Antworten für unser Interview. Kurz, auf den Punkt und doch immer ein kleines Augenzwinkern.

Chris, warst du dir jemals darüber im Klaren, welchen massiven Einfluss Autopsy auf die Extrem Metal Szene, so wie wir sie kennen, hat(te)? Ich beziehe mich da auch auf die berüchtigten "Pig Squeals". Da überkommt mich doch ein Grinsen, wenn ich an euren Song "Squeal Like A Pig" denke.
Hhm, das ist schön zu hören. Aber ehrlich gesagt, denke ich über solche Dinge nicht wirklich nach. Das sind Sachen, über die andere Leute reden. Trotzdem sage ich natürlich "danke"! Oder vielleicht lieber "Oink Oink"? Haha!

Kannst du dich an einen Song in der Autopsy-Historie erinnern, wo du die Gesangslinie ändern musstest, weil das gleichzeitige Schlagzeug spielen nicht möglich war?
Nein. Ich schreibe die Lyrics eigentlich immer so, dass sie in den Song passen. Wenn ich einen Song dann live spielen muss, benötigt es manchmal schon ein paar Übungsrunden, um es auf den Punkt zu bringen. Aber es macht keinen Sinn, etwas halbherzig abzuliefern. Die hard or just die!

Hast du eigentlich jemals ein Headset ausprobiert, um es dir leichter zu machen?
Nein, niemals versucht.

In den Interview-Sequenzen eurer DVD "Born Undead" wirkst du wie ein immer fröhlicher, lächelnder Mensch, der die Dinge so nimmt, wie sie sind und wie sie passiert sind. Sehe ich das richtig oder gibt es vielleicht doch etwas, was du vielleicht anders gemacht hättest?
Hey, ich bin kein Zen-Meister! Haha! Ich habe eine Menge schlechter Laune und Frustrationen wie jeder andere auch. Klar haben wir für die DVD die Segmente genommen, die am meisten unterhalten. Nächstes Mal kommen die ganzen "pissed off-parts" mit rein, wo wir dann richtig die Sau rauslassen.

Wenn wir über andere DVDs reden, z.B. "The Story Of Anvil" oder "Last Days Here" über Bobby Liebling von Pentagram. Wie geht es dir dabei, wenn du deren Leben/Geschichten siehst?
Ich muss gestehen, "Last Days Here" habe ich noch nicht gesehen. Muss ich dringend nachholen. Ich habe Anvil immer geliebt, tue es immer noch und der Film ist großartig. Das Gute und das Böse ist alles da drin und es sind echt coole Typen. Metal on goddamn Metal!

Was war das schönste Kompliment, das dir ein Fan jemals gemacht hat?
Einmal hat mir jemand gesagt, ich wäre nicht gänzlich ein Stück Scheiße. Das war sehr nett! Hoho!


Das Interview führte Siegfried Wehkamp (per Mail).