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Interview: EMIL BULLS

Die EMIL BULLS live in der Heimatstadt von mega-metal.de. Da ist ein Interview mit der sympathischen Band aus München zweifelsfrei Pflichtprogramm und so trafen wir uns in gemütlicher Runde mit Gitarrist Stephan Karl (Foto, 2. von links) und Bassist James Richardson (Foto, rechts).

Eure aktuelle Tour läuft jetzt schon eine Weile und ist nächste Woche auch schon wieder zu Ende. Ein erstes Fazit bis hier hin?
Stephan: Bis jetzt macht's mega Spaß! Wir sind sehr zufrieden und freuen uns über die Leute, die kommen und mit uns feiern.

Wie kommen speziell die neuen Songs an? Gibt's da Überraschungen, dass ein Song besser oder vielleicht sogar auch schlechter als erwartet beim Publikum ankommt?
Stephan: Ja, natürlich, deswegen sind wir ja auch auf Tour, um diese Songs auszutesten. Wir spielen jetzt sieben neue Songs in dem Live-Set. Ich denke, das ist relativ ungewöhnlich für eine Band, die schon so lange im Geschäft ist. Klar, fallen die Reaktionen unterschiedlich aus, auch von Stadt zu Stadt ist es anders. Wir beobachten das jetzt genau und werden dann bei der nächsten Frühjahrs-Tour vielleicht wieder das eine oder andere ausprobieren und umbauen. Ich finde, dass die neuen Songs durch die Bank weg echt super ankommen.

Ihr habt einen neuen Schlagzeuger, der im Moment aber "nur" zur Live-Besetzung gehört ...
Stephan: Ganz genau. Wir haben gedacht, wir machen uns da jetzt selber keinen Druck. Wir haben mit Manu (Lotter) einen super Typen, der das echt klasse macht. Gerade in der Zeit vor den Festivals hatte er irgendwie nur zwei Wochen Zeit, um sich das Set, das wir auf den Festivals vorhatten zu spielen, draufzuschaffen. Und da haben wir schon gemerkt, dass er einfach ein super Typ ist. Man muss natürlich gerade auf Tour auch die Belastbarkeit eines Menschen prüfen und wir werden uns dann zu gegebener Zeit sicher mal unterhalten, wie es weitergeht und ob er volles Mitglied wird oder nicht. Aber wie gesagt, wir haben da im Moment keinen Druck. Und ich glaube, er ist im Moment mit der Situation auch zufrieden.

Bisher galtet ihr immer als eine der deutschen Undergroundbands. Spätestens nach dem Top 10-Erfolg eures neuen Albums "Sacrifice To Venus" stellt sich natürlich die Frage, wieviel Underground seid ihr noch? Oder kann man sogar schon von Mainstream sprechen?
James: Also Mainstream, würde ich sagen, ist das auf keinen Fall. Ich glaube, dieser Underground-Status steht uns schon ganz gut. Aber wir selber als Band machen uns darüber ja gar keine Gedanken. Für uns selber ist das nicht wichtig, ob wir in der Öffentlichkeit als die Underground-Heroes oder die jetzt im Mainstream angekommene Band sind. Wir sind einfach die Emil Bulls. Da braucht es keinen Zusatz. Wir sind die Band, die wir schon immer waren. Wie wir da draußen gesehen werden, das überlassen wir jedem selbst.
Stephan: Fakt ist eben auch, dass wir mit "Sacrifice To Venus" das härteste Emil Bulls-Album gemacht haben, das es je gab. Wenn das dann Mainstream ist, dann finde ich den Mainstream mega gut. Aber wir haben uns als Menschen ja nicht verändert. Wir hängen nach der Show immer noch am Merch-Stand ab und freuen uns, mit den Leuten zu reden und Feedback zu bekommen. Vielleicht ist es Mainstream, aber wir sind es nicht.

Wenn man mit Leuten spricht, die euch nicht so gut kennen, dann hört man oft: Das sind doch die, die damals "Take On Me" von A-ha gecovert haben!? Ist das Fluch und Segen zugleich?
Stephan: Da werden wir immer noch drauf angesprochen und vielleicht auch manchmal noch reduziert. Aber für uns liegt das so weit in der Vergangenheit und wir haben in dieser ganzen Zeit so viel erlebt, so viele Alben gemacht und sind so viel getourt, dass das für uns eben ganz weit weg ist. Zu der Zeit hat das damals gepasst. Da hat irgendwie jeder gecovert, irgendwann war das auch wieder vorbei und dann hatte man halt so diesen "Stempel". Aber ich denke, wenn man denjenigen, der das kritisch sieht, mal überreden kann, zu einer Show zu kommen, dann wird er seine Meinung auch schnell wieder revidieren und sagen, "hey, die Jungs sind ja doch gar nicht so doof".
James: Wir haben da aber auch ohnehin eine weiße Weste, finde ich, denn wir sind ja nicht mit diesem Song erst auf der Bildfläche erschienen. Wir hatten davor schon zwei Singles und dann haben wir uns gesagt, okay, wir spielen nun schon seit 1998 diese Coverversion und die ist ja auch eigentlich geil und die Leute finden die cool und deswegen haben wir's eben gemacht und als Single veröffentlicht. Und der Erfolg hat dem Ganzen ja auch Recht gegeben.

Auch die Bands selber sagen ja immer, das aktuelle Album ist auch das Beste.
Wenn ihr mal zurückblickt, würdet ihr aus heutiger Sicht bei den älteren Alben irgendetwas anders machen?

Stephan: Nein, bei mir ist das nicht so. Wir diskutieren ja immer sehr extrem über die Sachen, die auf dem Album passieren, wie es klingen soll usw., und man macht sich da immer so viele Gedanken, dass da eigentlich immer alles ausgeschöpft ist. Aber klar, wenn ein Album jetzt nicht so gut läuft, dann denkt man sich schon, hätten wir doch, hätten wir doch. Aber wie gesagt, wir machen uns im Vorfeld immer so viele Gedanken, dass es in dem Moment immer das Beste ist, was wir aus uns als Künstler herausbekommen. Ich find's auch immer blöd zu sagen, hätten wir doch mal einen Hit geschrieben. So einfach ist das halt nicht. Die Alben haben zu unserer Gefühlslage und unserem kreativen Können zu dem jeweiligen Zeitpunkt gepasst.

Für das neue Album habt ihr jetzt drei Jahre gebraucht, so lange, wie noch nie. Wie kam es dazu?
James: Man kann tatsächlich sagen, es hat halt einfach so lange gedauert. Wir hatten ursprünglich einen früheren Termin für den Release geplant, aber dann haben wir gesagt, hey, wir brauchen halt einfach noch ein bisschen. Wir wollten dann auch eben diesen berühmten Schnellschuss vermeiden. Wenn's halt noch dauert, dann dauert es halt noch. Ich finde, wenn man sich die Platte anhört, dann war das auch genau richtig, denn für mich ist sie genau so geworden, wie sie auch werden sollte. Insofern musste diese Zeit halt einfach sein.
Stephan: Das klingt immer so lang ... drei Jahre ... als hätten wir in der Zeit nichts gemacht. Wir sind ja immer fleißig auf Tour. Die Produktion hat jetzt sich irgendwie eineinhalb Jahre hingezogen, also vom ersten Songwriting bis zum Release. Man braucht auch immer eine gewisse Zeit, um die kreativen Batterien aufzuladen. Und man muss es auch bei jedem spüren, dass er Bock hat, ein neues Album zu machen. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn jemand noch nicht so weit ist, weil die Batterien eben noch nicht wieder voll sind. Deswegen haben wir halt ein bisschen länger gebraucht.

Was ist denn - mal abgesehen von der Härte - der Hauptunterschied zwischen "Sacrifice To Venus" und dem Vorgänger "Oceanic"?
Stephan: Ich würde sagen, wir haben vor allem extrem auf die Gitarrenarbeit geachtet und uns auch einen Produzenten geholt, der wohl einer der besten Gitarristen ist, den ich je gesehen habe (Dan Weller, Enter Shikari). Das war uns halt sehr wichtig. Außerdem haben wir das Augenmerk beim Songwriting mehr auf Härte ausgelegt und weniger auf Pop.

Wie läuft das Songwriting bei euch? Triftt man sich und jamt?
James: Also gejamt haben wir nie! (beide lachen)
Das kann ich von vornherein ausräumen. Wir waren nie eine Band, die in den Proberaum gegangen ist und gejamt hat. Bei uns war das schon immer ganz klar, jemand hatte eine Idee und die haben wir dann zusammen ausgearbeitet. Entweder ist es so gelaufen oder neuerdings macht auch jeder für sich alleine mal Sachen und dann kommen wir zusammen und arbeiten die aus.
Jetzt, bei der Platte, hat es sich auch ein bisschen geändert. Wir sind ja noch von der alten Schule, aber bei dem neuen Album haben wir jetzt mal ein bisschen die Technik zur Hand genommen. Das heißt, wir haben alles aufgenommen, uns angehört und haben das dann wieder neu bearbeitet. Wir haben also viel am Computer geschrieben. Das war auch mal ganz nett und hat ganz gut funktioniert.
Stephan: Wir machen das ja bei jedem Album so, dass wir uns irgendwo ein Haus oder eine Hütte mieten und dann zwei Wochen lang nur da sind, um zusammen Mucke zu machen. Dieses Mal war das Haus leider einen Ticken zu klein und wir konnten nicht dieses typische Proberaum-Setup dort aufbauen, was wir davor immer gemacht haben. Deswegen gab's diesmal drei "Work-Stations", wo immer einer oder zwei, auch mal drei und am Abend auch mal die ganze Band an Songs gearbeitet haben. Das alles lief dann im Keller zusammen, da hat der Christoph (Sänger) "gewohnt". Der hört sich dann die Ideen an und dann arbeitet man die zusammen aus.

Gab es in den letzten 19 Jahren eine bestimmte Begegnung oder Entscheidung, die die Karriere der Band maßgeblich beeinflusst oder gelenkt hat?
Stephan: Auf jeden Fall. Es gab ja auch mal eine Phase, wo es nicht so gut lief und wir alles "resetten" und uns von alten Lasten trennen mussten. Wir haben das Management gewechselt, wir hatten zu der Zeit gar keine Plattenfirma gehabt und wir haben uns zusammengesetzt und uns gefragt, wollen wir ein Album machen oder nicht? Und da hat jeder gesagt, ja klar, da haben wir Bock drauf! Davor hatten wir grad so'n Akustik-Album gemacht und nach diesem Ding hatte einfach jeder Bock, ein hartes Emil Bulls-Album zu machen. Ich würde sagen, dass war so eine Entscheidung, zu sagen, hey, wir wollen's jetzt nochmal wissen. Nach sieben Jahren Bandkarriere und vier Alben, wo andere halt sagen würden, das reicht jetzt auch. Ich hab das Geschäft kennengelernt, das geht mir alles auf den Sack, ich hör jetzt auf. Und wir haben halt gesagt, wir wollen's nochmal wissen und haben dann in einem Haus im Allgäu "The Black Path" (2008) geschrieben und das dann im Dezember in Hannover aufgenommen. Ich würde sagen, das war auf jeden Fall so'n Knackpunkt, sich als Band neu erfunden und mit anderen Leuten zusammengearbeitet zu haben.

Wenn das mit der Musik nicht geklappt hätte, hätte es einen Plan B gegeben?
James: Das hat sich bei den "alteingesessenen" Mitgliedern eigentlich ganz gut überschnitten. Also Schule abgeschlossen und dann ging's gleich in das Band-Leben über. Natürlich hatte sich jeder zwangsläufig schon Gedanken über einen Plan B gemacht ... aber eigentlich kann man dazu auch gar nicht Plan B sagen. Jeder hat sich halt Gedanken gemacht, was er in seinem Leben machen möchte und das war eben Musik. Klar, hätte es auch was anderes gegeben, aber es hat halt funktioniert.
Stephan: Ich hab damals meinen Zivi gemacht und hatte mich für eine weiterführende Schule angemeldet. Das hab ich dann sein lassen und ich bereue es bis heute noch nicht. Vielleicht bereue ich es in sechs, sieben Jahren, wer weiß, aber wenn man das eh schon so lange machen kann, dann hat man schon so ein bisschen was richtig gemacht und ich denke, es gibt immer irgendwelche Möglichkeiten im Leben.

Bands werden ja musikalisch immer gerne in Kategorien unterteilt und Schubladen gesteckt. Wir würde eure Schublade heißen?
James: Emil Bulls!
Stephan: Ich denke auch, dass wir auf dem deutschen Markt durchaus so ein Alleinstellungsmerkmal haben. Wir sind einzigartig, was man von vielen amerikanischen Kollegen nicht behaupten kann. Deswegen funktioniert es einfach auch, weil unsere treuen Fans, die auf die Konzerte kommen, eben genau wissen, was sie serviert bekommen, und das macht es eben einfach aus.
James: Ich hatte auf der Tour eine Begegnung mit Fans, also mit zwei Typen, die auf dem Konzert waren und die haben mich danach gefragt, warum wir eigentlich nicht bei Impericon sind? (Ein deutsches Merchandising-Unternehmen und "Szene-Gigant" im Bereich Hardcore, Metalcore, Punk und Streetwear) Die meinten, irgendwie würden wir da doch reinpassen. Darauf habe ich dann auch gesagt, dass wir das halt schon immer so kultiviert haben, dass wir ein Alleinstellungsmerkmal haben. Wir waren schon immer nicht so ganz in irgendeine Schublade hineinzudrängen und haben immer so unser eigenes Ding gemacht. Vielleicht konnte man uns auch deshalb nie einer bestimmte Schublade zuordnen, weil man halt nie wusste, bevor ein Album rauskam, was da genau drauf sein wird. Und das mögen wir auch ganz gerne.

Wo gerade schon das Stichwort Impericon gefallen ist: Ich finde eure aktuelle Single "Pants Down" ungewöhnlich Hardcore-lastig ...
James: Zumindest vom Publikum her, haben wir mit dieser Szene aber gar nichts zu tun. Ich muss auch zugeben, dass wir da gar nicht so die Ahnung haben. Wir sind ja auch schon etwas "älter" (lacht) und das ist auch okay so. Wenn die uns mögen, ist es cool, und wenn nicht, dann kann man's auch verstehen. Ich persönlich finde zwar schon, dass man uns da in gewisser Weise vielleicht mit reinnehmen kann, man muss es aber auch nicht.

Mit was für Bands fühlt ihr euch denn musikalisch verbunden?
Stephan: Als Jugendlicher fängt man halt an, Mucke zu hören und will dann auch Gitarre spielen und auch eine Band haben. Meine Haupteinflüsse sind halt so Bands wie Deftones oder Korn, aber irgendwann macht man sich dann auch von den Einflüssen frei. Gerade ich lasse mich im Moment ziemlich wenig beeinflussen. Aber wenn Du mich jetzt fragen würdest, welche Band zu uns passen würde oder wo wir gerne mal Support machen würden, dann würde ich aktuell sagen, sowas wie In Flames würde uns ganz gut stehen.

Die Texte schreibt Christoph, oder? Dann könnt ihr mir dazu vermutlich nicht allzu viel erzählen ... ?
James: Genau. Wir stecken in den Texten nicht so wirklich drin. Die macht er selber und das ist auch gut so. Er muss sie schließlich performen ...
Stephan: ... und er muss dahinter stehen ...

Wobei es mich ja schon brennend interessiert hätte, was es mit der Textzeile:
"We don't give a shit 'bout rainbows and butterflies, we fuck your elves and unicorns doggy style."
(aus "Rainbows And Butterflies") genau auf sich hat ...

Stephan: Dazu kann ich dir was sagen ...
... klingt wie Kritik!?
Stephan: Genau, das ist so ein bisschen sozialkritisch und mit einem Augenzwinkern zu sehen. Da geht's halt darum, dass diese "heile Welt" eben nicht realistisch ist und wenn man die Augen aufmacht, dann sieht man das auch. Das ist so die Kernbotschaft dieser Nummer, aber wie gesagt, mit einem Augenzwinkern.

Eins eurer Markenzeichen ist ja nach wie vor dieser Wechsel aus harten und aggressiven Songs und radiotauglichen, fast schon leicht poppigen Songs. Ist das bewusst so gewählt, auch um eine gewisse Abwechslung zu bieten?
Stephan: Genau das ist es, was Emil Bulls ausmacht und was wir schon immer gemacht haben. Wir hatten schon immer diese kitschigen Parts und jeder steckt da mittlerweile auch so drin, dass wir automatisch auch solche Songs schreiben. Für mich stellt sich gar nicht die Frage, immer nur Knüppelsongs zu schreiben. Irgendwo bringt man immer den Kitsch mit rein.
James: Bei uns stellt sich auch gar nicht die Frage, ob irgendein Song mit aufs Album kommt, sondern welcher.
(beide lachen) Wir haben da ja manchmal 60 Songideen ...

Ende nächster Woche ist die Tour vorbei. Welche Gefühl überwiegt in den ersten Tagen danach: Ist man eher erleichtert oder fehlt einem sogar irgendwas?
Stephan: Ich denke, das ist eine Kombination aus Beidem. Man freut sich natürlich auch. James hat ja z.B. Frau und Kind zu Hause und speziell seinen Sohn vermisst er auf Tour. Und ich vermisse auch meine Freundin, aber ich kann auch sagen, wenn die Tour jetzt zwei Wochen länger gehen würde, so schlimm wäre das nun auch nicht.
Dann ist es aber auch so, dass einem echt was fehlt. Wenn man dann das erste Mal wieder zu Hause aufwacht, dann denkt man, scheiße, wo ist eigentlich das Catering? Jetzt muss ich mich wieder selber ums Essen kümmern.
Man ist zwar froh, zu Hause zu sein, aber ich denke auch oftmals nach drei, vier Tagen Pause, dass es eigentlich schon wieder losgehen könnte.

Welches sind die Pläne in den nächsten Monaten?
Stephan: Wir planen gerade eine Live-DVD. Dazu haben wir unser Jahresabschlusskonzert in München, was wir jetzt schon das 6. Jahr in Folge machen. Dieses Jahr wird's eben aufgezeichnet. Wir hatten im Studio, auf den Festivals und auch auf Tournee immer einen Kameramann dabei, um eben für diese DVD noch ein paar Sachen einzufangen - "Behind the Scenes" quasi. Da wird es eine Menge Material zu sichten geben.
Dann gilt es eben, dieses Konzert vorzubereiten, weil wir das alles selber machen. Da gibt's keinen Veranstalter oder so, das ist direkt von uns für die Fans. Da steckt immer eine Menge Arbeit hinter, wenn man sowas selber veranstaltet.
Außerdem spielen wir vielleicht noch ein oder zwei Indoor-Festivals und dann ist das Jahr auch schon wieder vorbei.

Gibt es abschließend irgendetwas, was ihr regelmäßig gefragt werdet und was ihr einfach nicht mehr hören könnt?
(beide lachen)
Stephan: Absolut! Unser Bandname ist natürlich immer der Klassiker! Das will ich auch nicht mehr erklären müssen, weil das einfach auch saudumm ist.
James: Auch eine oft und gerne gestellte Frage ist die, ob man lieber auf Festivals oder im Club spielt. Ich meine, das ist zwar keine blöde Frage, aber man kann das halt nicht beantworten. Das ist genau wie: Man freut sich auf den Winter, weil man dann endlich wieder Snowboarden kann, aber man freut sich auch auf den Sommer, weil man dann endlich wieder die dicken Klamotten ablegen kann.

Das Interview führte Marco Zimmer.
Oldenburg, 23. Oktober 2014