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Festival: ROCK HARD - 25.-27.05.2007

Freitag, 25. Mai

Location: Amphitheater, Gelsenkirchen


Festivalauftakt am Nachmittag.
Wenn man "nur" zu Zweit ist, kann man auf Festivals natürlich niemals jede einzelne Band abdecken, denn erstens gibt es natürlich auch Bands, die nicht jedem zusagen und zweitens darf die Party selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen. Und genau aus diesen beiden Gründen beginnt der musikalische Teil des Rock Hard-Festivals in Form von BULLET und CRUCIFIED leider ohne uns.

Aber dann, endlich die erste Band, für die ich Interesse habe und die machen es mir auch gleich nicht gerade leicht. Technisch sauber ballern CATARACT ihre von der Presse sehr gelobten "Thrash mit einer Prise Metalcore"-Kracher in die Runde und ernten auch guten Beifall. Doch bei jedem verdammten Song schauen Kollege Marco und ich uns mit ungläubigen Gesichtern an und sagen was wir denken: "Slayer!?" Tut mir ja leid, aber so macht das irgendwie nicht wirklich Spass. Entweder mehr Originalität oder gleich die Originale. Naja, den Spass hatten die Fans vor der Bühne trotzdem. Ordentlich fliegende Haare und ein paar verrückte Kraul-/Ruder-Spezies sorgen im Pit für Stimmung. Ob Letztere dafür verantwortlich sind, dass 20 Minuten nach dem Auftritt der erste Krankenwagen vom Platz fährt, entzieht sich leider unserer Kenntnis. Ein merkwürdiger Zufall ist es aber schon.

In punkto Originalität und Pit sind HEAVEN SHALL BURN da doch ein anderes Kaliber - von beidem haben sie nämlich einiges mehr. Eendlich komme ich in den Genuss einer ihrer berühmten Live-Auftritte. Und was für einer. Von der Power und Dynamik der Thüringer kann sich so manche Pseudo-Proll-Truppe etwas abschneiden. Die Band ist permanent in Bewegung und heizt den zahlreich erschienenen Massen vor der Bühne kräftig ein. Allen voran Sänger Marcus, der sich trotz dezenter Seitenhiebe in Richtung Sitzränge ("Bewegt euch ja nicht zu viel.") freundlich und human gibt. Genauso trifft auch die Musik voll ins Schwarze. Dieser einzigartigen Mischung aus geilsten Schwedentod-Melodien, gepaart mit mächtigen Beatdowns und Double-Bass-Attacken à la Bolt Thrower/Amon Amarth kann man sich nur ganz schwer entziehen. Einem Überhit wie "The Weapon They Fear" sowieso nicht. Für mich sind Heaven Shall Burn zusammen mit Maroon zur Zeit definitiv die metallischsten Bands in good old Germany.

Der Freitag neigt sich in grossen Schritten bereits dem Ende entgegen, da ist mit dem heutigen Co-Headliner GRAVE DIGGER erstmal wieder Zeit für klassischen Heavy Metal. Und nach dem vorangegangenen "Geballer" scheint das an dieser Stelle auch perfekt zu passen. Chris Boltendahl und seine Jungs sind jedenfalls bestens aufgelegt und präsentieren eine saubere Mischung aus älteren Klassikern der Sorte "Rebellion", "Excalibur" oder auch "Knights Of The Cross", neueren Klassikern wie "Valhalla" und ganz frischen Songs wie "Liberty Or Death". Ja, so macht das Spass. Ich bin zwar nun nicht gerade der grösste Fan der Band, aber "live und draussen" bei schönem Wetter macht sowas einfach gute Laune.

Es ist schon faszinierend, welche Entwicklung HAMMERFALL in den zehn Jahren seit ihrem Debüt "Glory To The Brave" durchgemacht haben. Oft hatte man das Gefühl, dass die metallische Mehrheit sie hasst, doch das Publikum in Gelsenkirchen scheint da anders zu denken und sorgt dafür, dass der Band die Headliner-Position mit Recht zusteht. Denn sie füllen diese auch aus. Von Beginn an fallen zwei Pluspunkte auf: Erstens passt der neue/alte Bassist Fredrik Larsson optisch viel besser ins Bandgefüge als sein Vorgänger (der olle Zappel-Hans) und zweitens ist Joacim Cans zu einem richtig souveränen Fronter gewachsen. Dazu ist die Setlist auch noch schön ausgewogen und gipfelt in einem perfekten Zugaben-Teil mit "Natural High", "Heeding The Call" und "Hearts On Fire". Da macht Feiern sogar ohne Alkohol Spass und es bleibt mehr für die nächsten zwei Tage. Hammerfall waren auf jeden Fall würdig für diesen Tagesabschluss und mit dieser Performance machten sie mich noch mehr stolz ihr Fan zu sein. Gute Nacht!

Samstag, 26. Mai

Ich weiss - wir sind auf einem Metal-Festival, aber zur ersten Band stehen verdammt viele Kutten vor der Bühne. Klarer Fall - Deutschlands beste NWOBHM-Band tritt an. METAL INQUISITOR sind einfach nur erfrischend und blasen mit ihrem tempolastigen Material den Anwesenden erst mal kräftig den Schmalz aus den Ohren. Mitten drin Sänger El Rojo - eine Mischung aus Devin Townsend und Hans Werner Olm - der permanent gute Laune verbreitet, ohne peinlich zu wirken. Der Gig - einfach nur spitze. Wozu 100 Euro für Iron Maiden ausgeben (O-Ton: mein Schatz! - sw), wenn ich für die Hälfte die ganze NWOBHM in Form einer Band geniessen kann, plus das geilste Festival wo gibt. Ab sofort bitte immer mit Metal Inquisitor wecken. Danke!

Obwohl ... mit MAROON wäre auch nicht schlecht. Die sind auch ziemlich geil. Und haben mit André Moraweck auch einen einzigartigen Frontmann. Einfach eine sympathische Pottsau. Mit ihrem "mehr Metal als Core"-Sound können sie recht gut landen, trotz einiger fieser Beatdowns. Thrash-Granaten wie "Confessions Of The Heretic" kommen halt auch bei klassischen Headbangern gut an. Ein Core-Shouter mit "Solitude Aeturnus"-Shirt und ein langhaariger Gitarrist mit Kutte sprechen halt für Geschmack. Genauso wie die Überraschung am Ende des Sets. Eine derbe tiefer gelegte und höllisch knallende Cover-Version des Sodom-Klassikers "Ausgebombt". Was für ein Fest. Das konnten dann am Abend nur noch Vader übertrumpfen.
Jetzt brauche ich erstmal eine Pause und übergebe an Kollege Marco, bitte übernehmen Sie.

Danke, mach ich! Den Start des "Humppa-Doppelpacks" übernehmen heute TURISAS, die natürlich bereits ihr neues Album "The Varangian Way" im Gepäck haben und neben den Songs des Debütalbums "Battle Metal" eben auch neueres Material präsentieren können, allen voran der vermutlich zukünftige Überhit "To Holmgard And Beyond". Nicht nur optisch setzen die Finnen ordentliche Akzente, auch in Sachen Publikums-Animation gibt es den wohl ersten Höhepunkt des Festivals: Da man bei Turisas nun mal eben nicht auf den Rängen sitzt, geht die Aufforderung zum Mitmachen von Fronter Mathias "Warlord" Nygard so weit, dass sich das komplette Publikum umdreht (!) und "Aufstehen! Aufstehen!" in die Ränge brüllt! Das nenn ich mal Stimmung. Und spätestens mit der Zugabe war die Party dann perfekt: Ausgerechnet die 70er Jahre-Disco-Nudel "Rasputin" (von Boney M.) entpuppt sich heute als einer der Partysongs schlechthin. Jaja, die spinnen die Finnen.

Und wer davon noch nicht genug hatte, der bleibt einfach genau da stehen, sitzen oder meinetwegen auch liegen, wo er/sie sich gerade befindet, denn die finnische Folk-Party geht mit KORPIKLAANI fast nahtlos weiter. Es ist einfach nur verrückt, was diese Musikrichtung in den letzten Jahren in der Metalszene bewegt hat. Und Korpiklaani knüpfen natürlich genau da an, wo Turisas gerade aufgehört haben und hauen dem bangenden und tanzenden Publikum einen Hit nach dem anderen um die Ohren. Musikalisch zwar noch ein Stückchen weicher und folkiger, aber deswegen keineswegs langweiliger. Und auch bei Korpiklaani sorgt das abschliessende Doppelpack "Beer Beer" und "Happy Little Boozer" für den ultimativen Stimmungshöhepunkt des Sets.

Wer Manowar nur aus ihrer aktuellen "mehr Image als Musik"-Phase kennt, würde wohl eine paar Probleme bekommen, wenn er die Setlist von ROSS THE BOSS liest, war der Manowar-Urgitarrist ja nur bis einschliesslich "Kings Of Metal" dort tätig. Und von besagtem Album gibt es nur "Hail And Kill". Folglich nur etwas für richtige Old School Fans, die sich an "Death Tone", "Gloves Of Metal" (Kultriff) oder "Kill With Power" (mit ex-Manowar-Drummer Rhino am Kit) erfreuen. Ohne grossen Firlefanz wird ein Klassiker an den nächsten gesetzt, da passt das gesetzte Motto "no speech, no bullshit" wie die Faust aufs Auge. Ob das wohl ein gezielter Seitenhieb sein sollte?! Wer weiss es schon. Der Abschied ist mit dem Doppelschlag "Gates Of Valhalla"/"Defender" ebenfalls gut gelungen. Doch der Hunger treibt mich kurz vor Ende schon Richtung Gaskocher um frisch gestärkt zu sein für die nächste Band.

Ja, essen muss der Mensch. Leider verpasse ich deswegen den Beginn von VADER. Doch wieder vor der Bühne empfängt Peter mich mit einem fürstlichen "Gott ist tot" und "Helleluyah!" bricht los. Polen's finest Deather sind live einfach eine Macht, eine unzerstörbare und alles zerstörende Einheit mit der Präzision eines Maschinengewehres. Die Geschosse heissen "Wings", "Silent Empire" oder "Carnal" (Hölle!) und sie töten allesamt. Im positiven Sinne also business as usual. Doch was sich dann bei der Zugabe abspielt, lässt sich kaum in Worte fassen. Die Gitarren fiepen, die Drums hämmern das berühmteste Thrash-Intro aller Zeiten und Peter fragt - wohl nur rhetorisch - "Do you wanna die?". Danach versetzt "Raining Blood" das gesamte (!) Amphitheater in ein wild um sich bangendes Irrenhaus. Der schiere Wahnsinn! Muss man gesehen haben, um es zu glauben.

Ziemlich ruhig geworden war es um ARMORED SAINT, aber Rock Hard-Chefredakteur Götz Kühnemund kündigt die Truppe um Ausnahme-Sänger John Bush als eine der wenigen an, "vor der fast die gesamte Redaktion auf die Knie fällt!". Und das auch mit Recht. Was die Jungs in den folgenden 75 Minuten auf die Meute loslassen, ist an Energie und Motivation kaum zu überbieten. John Bush, der heute sicherlich gerne Kilometergeld für die zurückgelegte Strecke auf der Bühne bekommen hätte, hatte keine Mühe, die Massen zu begeistern, was natürlich auch an solchen musikalischen Leckerbissen wie "Lesson Well Learned", "March Of The Saint" und natürlich "Symbol Of Salvation" liegt. Auch wenn Auftritte der Band mittlerweile leider eher der Seltenheit angehören (das letzte Konzert liegt knapp ein Jahr zurück), das absolut präzise und perfekte Zusammenspiel der Truppe ist mehr als bemerkenswert. Ich bin begeistert und beeindruckt.

Die wiedervereinigten Bay Area-Thrasher DEATH ANGEL legen in Sachen Power und Energie fast sogar noch eine Schippe drauf. Sänger Mark Osegueda und seine Jungs wirbeln gleich beim Opener "Seemingly Endless Time" orkanartig über die Bühne und haben natürlich sofort das Publikum auf ihrer Seite. Es folgen jede Menge Hits, alte und neuere Sachen, Songs wie "Mistress Of Pain" oder "Voracious Souls" vom Meilenstein-Album "The Ultra Violence". Die Crowd vor der Bühne tickt fast aus. Doch leider hat der Wettergott kein Nachsehen mit den Kaliforniern. Es beginnt immer stärker zu regnen und mir bleibt leider keine andere Wahl, als mich sehr schweren Herzens ins Auto zu flüchten. Sehr schade.

Verdammter Regen. Leider kam die Hilfe in Form eines Schirmes zu spät, so dass ich leicht durchnässt und angefroren mir nur noch die ersten fünf Songs von AMON AMARTH gebe. Trotz dieses Handicaps steht aber fest, dass die Wikinger wohl die beste Band des Festivals gewesen sein dürften. Obergeniales Synchron-Banging, ein Traum von einem Sound und eine Band, die immer noch heiss wie das Feuer bei "Death In Fire" ist. Und dass man die doppelstimmigen Leads bei "Valhall Awaits Me" nun auch live bringt, wirkt zwar fast schon true-metallisch, macht aber eines klar: Amon Amarth blicken immer weiter noch vorne Richtung Metal-Olymp, ohne ihre Wurzeln auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. Auf gut deutsch - diese Schweden kann niemand mehr stoppen!

Sonntag, 27. Mai 2007

Auch am Sonntag müssen die ersten beiden Bands leider ohne uns auskommen. Aber ich bin mir sicher, dass sowohl SABATON, als auch HARDCORE SUPERSTAR diese Tatsache bestens weggesteckt haben.

Nun wären eigentlich Naglfar an der Reihe gewesen, die aber aufgrund eines Streiks der Scandinavian Airline kurzfristig absagen mussten. Und ebenso kurzfristig konnte mit den norddeutschen Thrashern DEW-SCENTED ein nicht minder harter und aggressiver Ersatz gefunden werden. Shouter Leif Jensen versichterte mehrfach "Wir sind nicht Naglfar!", und spätestens beim dritten Mal sollte das dann auch wirklich jeder mitbekommen haben. Im Nachfolgenden knüppelt man sich durch ein hammerhartes Set bestehend aus Krachern wie "New Found Pain", "Cities Of The Dead" oder auch "That's Why I Despise You". Wer bis jetzt noch nicht wach gewesen sein sollte, ist es spätestens jetzt. Ein wirklich überzeugender Auftritt.

Was für eine verkehrte Welt. Pünktlich zur nun einzigen Black Metal-Band des Festivals DARK FUNERAL kommt die Sonne wieder raus. Und ich frage mich, ob ich den Sinn dieser Musikrichtung nicht verstanden habe. Ohne jeglichen Zweifel - die technische Umsetzung solcher schwarzmetallischer Hassbatzen wie "King Antichrist", "Vobiscum Satanas" oder "My Dark Desires" ist absolut einwandfrei und ohne jeglichen Makel. Untypischerweise kann man sogar den Bass heraushören ... aber Corpsepaint und Brustpanzer reichen nunmal nicht aus, um böse zu wirken. Evil Ausstrahlung? Von wegen. Gen Null. Da fallen mir ein paar Schwarzheimer ein, die das definitiv um Längen besser drauf haben. Es hat sich in den letzten Jahren also nix getan im Hause Dark Funeral. Musikalisch top, optisch - gähn!

Dann ist es Zeit für - ich zitiere TANKARD-Fronter Andreas "Gerre" Geremia: "25 Jahre Bandgeschichte, 25 Jahre Erfolglosigkeit und 125 kg geballte Erotik!". Die Frankfurter Saufköppe machen gleich beim Opener "We Still Drink The Old Ways" klar, worum es in der kommenden Stunde gehen wird: Party & Saufen. Und das klappt mit Songs wie "The Beauty And The Beer" oder "Chemical Invasion" mehr als perfekt. Für eine zwischenzeitliche und leider immer wiederkehrende Mischung aus Ekel und Lacher sorgte Gerre's demonstrativ zur Schau gestellte Plauze, auf der er ein ums andere Mal das Mikrofon passend zum Takt klopfte. Deutscher "Spass-Thrash" jenseits der üblichen Verdächtigen. Ein voller Erfolg. Na denn, Prost.

PAUL DI'ANNO kann man heutzutage sehr einfach beschreiben. Ein alt gewordener, aber sich jung fühlender Punk, der den Selbigen gerne mal rauslässt, völlig spontane und dadurch manchmal sehr krause Ansagen bringt und (seine) Iron Maiden-Klassiker wie "Prowler", "Remember Tomorrow" oder "Phantom Of The Opera" recht passabel singt. Jedenfalls gibt er offen zu, dass er nicht vom Metal, sondern vom Punk kommt und so wird u.a. das Ramones-Cover "Blitzkrieg Bop" zum Knüller. Den Fans vor der Bühne gefällt es, obwohl einige alte Maiden-Fans nicht ganz zufrieden aussahen. Ich stehe da zwischen den Stühlen und habe eine kurzweiligen, technisch guten aber irgendwie auch obskuren Auftritt gesehen. Ich glaube, das brauchen wir nicht unbedingt nochmal.

Eine halbe Stunde später sollte dann mein persönlicher Festivalabschluss in Form meiner ersten SPOCK'S BEARD-Erfahrung folgen. Doch es wurde das zwiespältigste Erlebnis des Festivals. Ich erwartete Prog Rock auf allerhöchstem Niveau, teilweise 5-stimmigen Gesang und wahnwitzige Improvisationseinlagen. All das bekam ich auch, plus ein dynamisches Drumsolo mit zwei Drummern. Bloss sprang sowas von gar kein Funke über, weil das Publikum zum grössten Teil einfach überfordert und daher nicht aufnahmefähig für diese Art von Musik war. Eine kleine Masse hatte sich zwar vor der Bühne versammelt, um ihrer Band zu huldigen, doch von den Rängen kamen dagegen gelegentliche "Aufhören!"-Rufe. Zwischenzeitlich war dann auch noch ein Fussball wichtiger, aber das Ding Richtung Bühne zu schiessen, gehört sich dann auch nicht. Eindeutig die rote Karte an ein paar intolerante Spinner. Ansonsten war hier einfach die richtige Band am völlig falschen Platz, woran man sieht, dass die Rock Hard-Belegschaft nicht immer ein gutes Händchen in der Bandauswahl haben kann. Das merkten die Bärte wohl auch, machten gute Miene zum traurigen Spiel und überraschten zum Schluss doch glatt noch mit einer wirklichen traumhaften Version des Led Zeppelin-Classics "Whole Lotta Love". Und das Amphitheater rockte mit. Sachen gibt's.

AXEL RUDI PELL und seine starke Truppe, allen voran natürlich Sänger Johnny Gioeli und Schlagzeug-Ikone Mike Terrana, beweisen im Nachfolgenden, dass melodischer, teils balladesker Hardrock keinesweg überholt oder gar altbacken sein muss. Ob bei schnellen Songs der Marke "Tear Down The Walls" oder der grandiosen Gänsehaut-Ballade "The Masquerade Ball", das Publikum feiert - trotz vereinzelter Soundprobleme - jeden Song frenetisch ab. Nachdem es im Jahre 2006 mit einem Auftritt auf dem Rock Hard Festival leider nicht geklappt hat, wurde dann zumindest der 2007er "Nachholtermin" zu einem wahren Siegeszug.

Nachdem ich mittlerweile der Letzte noch Verbliebene aus unserer Truppe bin, verabschiede ich mich dann auch - ohne den Festivalabschluss mit THIN LIZZY gesehen zu haben - in Richtung Heimat.

Wieder einmal bleibt nicht viel mehr zu sagen, als Danke für ein nahezu perfektes Wochenende und wir zählen schon wieder die Tage bis zum Rock Hard Festival 2008!

Berichterstattenderweise unterwegs waren:

Siegfried Wehkamp - bei:
Cataract, Heaven Shall Burn, Hammerfall, Metal Inquisitor, Maroon, Ross The Boss, Vader, Amon Amarth, Dark Funeral, Paul Di'Anno, Spock's Beard

Marco Zimmer - bei:
Grave Digger, Turisas, Korpiklaani, Amored Saint, Death Angel, Dew-Scented, Tankard, Axel Rudi Pell

Foto: Siegfried Wehkamp