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Konzert: WITHIN TEMPTATION - 20.05.2007 - Hamburg

Location: Docks
Support: Absolute


Momentan entwickelt sich die Fahrt (über Bremen) nach Hamburg zur reinsten Tort(o)ur. Selbst heute - auf einem Sonntag - kilometerlange Staus. Glücklicherweise bin ich mal wieder überpünktlich losgefahren, so dass ich letztendlich doch noch rechtzeitig auf der Hamburger Reeperbahn bzw. im Docks ankomme.

Auch wenn offiziell erst um 21 Uhr Beginn sein soll, aber bereits um 20.15 Uhr betritt der Support des heutigen Abends in Form der Frankfurter Band ABSOLETE die Bühne. Und die präsentieren einen recht frischen, wenngleich auch etwas eigenwilligen Mix aus Stoner Rock, Hardcore-Elementen, elektronischen Sound-Tüfteleien und (zum Glück nur) minimalsten Hip Hop-Anleihen. Die Jungs machen ihre Sache wirklich gut und scheinen sichtlich Spaß am heutigen Abend zu haben. Der Applaus ist somit auch mehr als gerechtfertigt. Nach rund 40 Minuten ist der Auftritt vorbei und Sänger/Gitarrist Toby Breitenbach bedankt sich höflich wünscht noch viel Spaß bei Within Temptation (den werden wir haben!). Ein netter Auftritt, der mich zwar nun nicht gerade umgehauen hat, aber weh tat's auf jeden Fall nicht.

Langfristig dürfte das Dock's für Konzerte der Grössenordnung WITHIN TEMPTATION definitiv zu klein sein. Es gibt kein Vor und kein Zurück mehr. Der Laden ist ausverkauft, platzt fast aus allen Nähten und dementsprechend "angenehm" ist auch die Luft.

Nach knapp 30 Minuten Umbaupause geht's dann endlich los. Und wie könnte man ein solches Konzert besser beginnen, als nach dem Intro gleich mit einem der vermutlich stärksten Songs des aktuellen Albums ("The Heart Of Everything") loszulegen, nämlich mit "Our Solemn Hour"!? Die Stimmung ist gleich von Beginn an erstklassig, was sich über die komplette Länge des Konzertes hält, wenngleich Within Temptation in vielen Songs auch ruhigere Passagen haben bzw. auch reine Balladen spielen.
Es geht auch gleich weiter mit "The Howling", dem Titelsong des Computerspiels "Spellbound", einem Song, der vor allem von den mächtigen Gitarrenriffs lebt, die live von Robert Westerholt und Ruud Adrianus Jolie fast noch energischer rübergebracht werden. Klasse!
Die Setlist bedient sich (wie fast immer) nur bei den letzten drei Alben und es setzt einen Hit nach dem anderen. "Stand My Ground" oder "What Have You Done" (bei dem Duett-Partner Keith Caputo per Videoleinwand eingeblendet wird) sorgen für wahre Begeisterungsstürme. Ein weiterer Höhepunkt ist das Doppelpack bestehend aus dem Titelsong des aktuellen Albums "The Heart Of Everything" gefolgt von "Mother Earth". Ob auf oder neben der Theke, es gibt kaum noch irgendwo ein Halten. Sängerin Sharon den Adel bedankt sich dafür wie immer mit ihrer gewohnt liebenswerten Art, halb auf Deutsch und halb auf Englisch.

Nun steht erstmal ein kurze Pause auf dem Programm. Die Musiker verlassen die Bühne, ein weiteres kurzes Intro beginnt, es wird auf der Bühne für die "nötige Portion Feuer" gesorgt und kurz darauf meldet sich die Band mit "See Who I Am" schon wieder eindrucksvoll zurück, um danach dann mit "Angels" nochmals einen draufzulegen.
Zwischendurch wird's mit "All I Need" ganz ruhig und melancholisch und hier und da flackern Wunderkerzen, Feuerzeuge und Handys auf. Kitschig, aber schön!
Mit einem als Abschlusstitel eher ungewöhnlichen "The Truth Beneath The Rose" ist der offizielle Teil der Show vorerst zu Ende.

Dass sich die Band natürlich nicht lange zur Zugabe bitten lässt, ist eigentlich klar. Dafür ist die Stimmung heute einfach zu gut! "Deceiver Of Fools", gefolgt von der Ballade "Memories" und dem obligatorischen Rausschmeiser "Ice Queen" (wie immer mit kräftiger stimmlicher Unterstützung des Publikums) lassen die knapp 100 Minuten Within Temptation viel zu schnell vergehen.
Wieder mal ein grandioser Auftritt der sympathischen Niederländer!

Setlist - Within Temptation
Our Solemn Hour
The Howling
Frozen
Stand My Ground
Forsaken
The Cross
What Have You Done
The Heart Of Everything
Mother Earth
See Who I Am
Angels
Hand Of Sorrow
All I Need
Jillian
The Truth Beneath The Rose

Deceiver Of Fools
Memories
Ice Queen


Text: Marco Zimmer