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Festival: WITH FULL FORCE 29.06.-01.07.2012

Zum bereits 19. Mal findet das With Full Force auf "Deutschlands härtestem Acker" statt.
Nach dem Wetterdebakel im Vorjahr konnte es dieses Jahr eigentlich nur besser werden - und die Aussichten sahen auch entsprechend gut aus.
Fast schon zu gut, denn die Anreise am Donnerstag bei schwülwarmen 30°C, inklusive einer Stunde im Stau auf der Autobahn, entwickelte sich bereits zur reinsten Hitzeschlacht.

Freitag, 29. Juni

Extreme Hitze und stehende Luft machen den erstmaligen Weg zur späten Mittagszeit auf das Festivalgelände schon alles andere als angenehm. Aber es nützt ja nichts, schließlich will ich mir unbedingt SKELETONWITCH anschauen, die pünktlich und als erste Band das diesjährige Festival eröffnen. Und der Black-Thrash der Amis macht auch gleich von Beginn an mächtig Laune. Ich bin mir gar nicht sicher, wieviele Leute vor Bühne - und das sind jetzt schon eine ganze Menge - den Fünfer aus Ohio überhaupt kennen, aber das scheint vermutlich auch egal zu sein, denn mit starken Songs und der charmant-kauzigen Art von Fronter Chance Garnette hat man das Publikum jederzeit bestens im Griff. Ein perfekter Auftakt.

Skeletonwitch

Direkt im Anschluss geht's auch gleich mit DEVILDRIVER weiter, die nun wirklich so einige Fans auf das Gelände ziehen können und wo es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis der erste große Circlepit kommt - und genau der kommt auch schon sehr bald. Bei solchen Krachern wie "Clouds Over California" und meinem (nach wie vor) Favouriten "I Could Care Less" ist perfekte Stimmung natürlich vorprogrammiert. Fronter Dez Fafara gibt sich gewohnt sympathisch und mit dem abschließenden "Meet The Wretched" endet ein - wie so oft - zu kurzer Gig einer klasse Band.

DevilDriver

Erstmal zurück zum Campingplatz unter den schattigen Pavillon und aufgrund der relativ kurzen Distanz den Auftritt der finnischen Melodic Death Metal-Band INSOMNIUM zumindest rein akustisch nebenbei ein bisschen verfolgt.
Gleiches gilt auch für MADBALL, die nun musikalisch sowieso nicht meine Baustelle sind, aber - zumindest dem hörbaren Applaus nach - nicht nur mit dem zugegeben starken "All Or Nothing" ordentlich punkten können.

LAMB OF GOD und EMMURE sollten am Abend eigentlich zeitgleich spielen. Doch Lamb Of God-Sänger Randy Blythe wurde ausgerechnet heute im tschechischen Prag festgenommen, weil er angeblich die Schuld am Tod eines Fans trägt.
Wie auch immer, durch den kurzfristigen Ausfall von Lamb Of God haben Emmure nun das Glück, statt im Zelt, auf der großen Hauptbühne spielen zu können. Und mal ehrlich: Das Zelt wäre bei der Truppe um Frank Palmeri doch völlig aus allen Nähten geplatzt!? Breakdowns und Moshparts knallen dem Publikum mächtig um die Ohren, "Solar Flare Homicide" ist ohnehin schon der Überhit der Band und diverse Pits, eine Wall of Death und das ebenfalls mächtige "Chicago's Finest" können auf ganzer Linie überzeugen.

Emmure

SUICIDE SILENCE-Fronter Mitch Lucker überrascht mich erstmal mit einer adretten Kurzhaarfrisur (hat er zwar wohl schon etwas länger, hatte ich aber noch nicht gesehen). Und die kalifornischen Deathcore-Könige stellen auch mehr als eindrucksvoll klar, warum sie heute der Co-Headliner sind. Der Platz ist gerappelt voll und der Fünfer trumpft mit unzähligen neueren ("You Only Live Once", "Wake Up") und älteren ("Bludgeoned To Death", "The Price Of Beauty") Songs auf, die das Publikum entsprechend abfeiert. Nun ist Mitch Lucker ohnehin einer der auffälligsten Frontmänner, auch was seine charakteristischen Bewegungen angeht, so dass die Truppe sowohl musikalisch, als auch optisch durchaus was zu bieten hat und immerhin von sich behaupten kann, beim starken "Disengage" die bis zu diesem Zeitpunkt größte Wall Of Death über den Platz gejagt zu haben. Extrem starker Auftritt - mit dem leicht faden Beigeschmack, dass man bereits nach 50 statt der angesetzten 60 Minuten fertig ist.

Suicide Silence

Es bedarf nicht vieler Worte, zu erwähnen, dass MACHINE HEAD als heutiger Headliner den With Full Force-Acker natürlich mehr als amtlich umpflügen. Mit jeder Menge zeitloser Hits im Gepäck, die wie selbstverständlich aus dem Ärmel geschüttelt werden, ist das aber natürlich auch kein großes Kunststück. "Imperium" (als dritter Song) oder auch Locust" kommen dabei bereits ziemlich früh im Set. Wo sich andere Bands ihre "Klassiker" für das Ende aufheben, haben Machine Head eben den entscheidenen Unterschied aufzuweisen, dass man 75 Minuten locker mit Hits füllen kann. Wer jetzt nicht auf dem Gelände ist, verpasst hier zweifelsfrei einen extrem starken und von Pyros und Feuer begleiteten Auftritt, der mit dem abschließenden und nahezu alles überragenden Doppelpack "Halo" und "Davidian" höchst eindrucksvoll endet.

Machine Head

Die legendäre Knüppelnacht findet leider immer zu einer Uhrzeit statt, die sich mit meinem Festival-Tagesablauf kaum vereinbaren lässt. Die Nacht zuvor eh nur drei Stunden geschlafen, heute fast den ganzen Tag bei brütender Hitze unterwegs gewesen und nun noch sechs weitere Bands bis morgens um 5.15 Uhr? Sorry, keine Chance. Allerdings lasse ich mich - zum Glück - dann doch noch überreden, mit zu DYING FETUS zu kommen. Und das erweist sich durchaus als kluge Entscheidung, denn auch wenn das Zelt nicht ganz voll ist und ich stehend k.o. bin, knallt einem das Trio ein paar heftige Death Metal-Granaten wie "Praise The Lord", das neue "From Womb To Waste" oder "Kill Your Mother, Rape Your Dog" um die Ohren, die wie präzise Faustschläge direkt im Magen landen. Danke und gute Nacht.

Samstag, 30. Juni

Der Samstag beginnt im Grunde genau wie der Freitag: Man ist noch keine fünf Minuten aus der Dusche raus, da schwitzt man schon wieder wie ein Schwein. Egal, ab aufs Gelände, denn im Zelt brennen ESKIMO CALLBOY als erste Band heute wieder einmal ein Feuerwerk aus Party, Spaß und klasse Songs ab. "Is Anyone Up", "5 Dollar Bitchcore", "Hey Mrs. Dramaqueen" und natürlich das Katy Perry-Cover "California Gurls" sorgen im überfüllten Zelt (viele Leute kommen gar nicht mehr rein) für eine supergeile Party. Man mag von den Jungs aus dem Ruhrpott nun halten, was man will, aber nicht nur bei mir kommt dieser chaotische Haufen bestens an.

Eskimo Callboy

Bei den nachfolgenden TEXAS IN JULY ist das dann leider irgendwie nicht der Fall. Nun hatte ich die Hardcore-Truppe aus Pennsylvania zwar konkret auf meiner Liste der Bands stehen, die ich mir mal ansehen wollte, doch auch wenn die Jungs ordentlich Dampf machen, irgendwie will der Funke nicht so wirklich überspringen. Aber das liegt vermutlich eher an mir, denn das Zelt steht förmlich Kopf.

Texas In July

Ich hätte besser bis zum Schluss im Zelt bei Texas In July bleiben sollen. So wären mir die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS nämlich erspart geblieben. Nix für ungut, und vor der Hauptbühne sind auch nicht gerade wenige Leute, die die Hannoveraner abfeiern, aber um mit dem hier Gebotenen etwas anfangen zu können, muss man entweder den "Humor" der Truppe verstehen und teilen können und/oder peinliche Pop- und Schlagersongs als Grindcore-Version mögen (z.B. "Looking For Freedom" von David Hasselhoff oder "Fata Morgana" von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung) und/oder schlicht und einfach betrunken sein. Und da alles drei auf mich nicht zutrifft, drehe ich kopfschüttelnd lieber noch eine Runde auf dem Gelände ...

... um dann pünktlich zu CARNIFEX wieder zurück zu sein. Nun hat der kalifornische Death Metal/Deathcore-Fünfer zwar erst im letzten Jahr hier gespielt, aber das soll ja niemanden stören. Die Band mit Fronter Scott Lewis punktet einmal mehr mit starken Songs wie "The Diseased And The Poisoned" oder "Names Mean Nothing", während das mächtige "Hell Chose Me" quasi der Rausschmeißer ist. Kurios irgendwie, dass auf der Rückseite der Gitarre von Ryan Gudmunds immer noch (oder schon wieder?) das Wort "KILL" mit Tape aufgeklebt ist. Was für ein Schelm...

Carnifex

I KILLED THE PROM QUEEN gehören sicherlich zu den ersten und einflussreichsten Metalcorebands aus Australien. Nach dem Split 2008 fand man sich 2011 wieder zusammen und so bin ich natürlich ziemlich gespannt, was von der Truppe um Bring Me The Horizon-Gitarrist Jona Weinhofen heute zu erwarten sein wird. Doch das einstige Flair der Truppe scheint irgendwie verflogen zu sein. Jamie Hope, Neuzugang am Mikro, macht zwar einen ordentlichen Job, Ausstrahlung und "Rampensau-Potential" tendieren allerdings leider annähernd gegen Null. Was also bleibt, ist die starke Gitarrenarbeit von Jona Weinhofen und eine ganz annehmbare Version von "Say Goodbye" (für mich einer der Metalcore-Songs). Meine Erwartungen waren vermutlich zu hoch und so bin ich dann doch leider ziemlich enttäuscht.

I Killed The Prom Queen

Nach einer kleinen Stärkung am Auto wieder überpünktlich zurück zum Gelände, um bloß nichts von Cannibal Corpse zu verpassen. Da jedoch noch massig Zeit ist, schaue ich noch eben im Zelt vorbei (bzw. am Zelt, denn eben dieses ist voll bis unters Dach) und lasse mir noch kurz von ALL SHALL PERISH solche Geschosse wie "Deconstruction" um die Ohren jagen.
Dann aber zurück zur Hauptbühne - der Corpsegrinder wartet. Irgendwie erstaunlich: Statt Unmengen an Basecaps und bunter Shirts im Publikum, plötzlich lange Haare und vereinzelt sogar Kutten. Keine Frage, hier steht etwas "Klassisches" auf dem Programm: CANNIBAL CORPSE - eine der bedeutendsten US-Death Metal-Bands gibt sich auf dem With Full Force die Ehre. Und die Intensität und Präzision, mit der die Truppe ihre massiven Geschosse ins Publikum feuert, ist immer wieder aufs Neue beeindruckend. Mit "Disfigured", dem meiner Meinung nach absolut großartigen "The Time To Kill Is Now", "Priests Of Sodom", "Make Them Suffer" und natürlich "Hammer Smashed Face", wird so mancher Nachwuchsband eindrucksvoll gezeigt, wie man's (richtig) macht. Das ist schon eine Klasse für sich.

Cannibal Corpse

Irgendwann nach Sonnenuntergang ziehen am Horizont bedrohliche schwarze Wolken auf. Doch das war am Vortag auch schon so und gestern zogen diese Wolken (in denen man sogar Blitze zucken sehen konnte) weiträumig am Festivalgelände vorbei. Hoffen wir mal das Beste.

Es gibt nicht viele Headliner, die so perfekt zum With Full Force passen, wie HEAVEN SHALL BURN. Dementsprechend scheinen jetzt auch gefühlt alle 30.000 Besucher auf dem Festivalgelände zu sein, denn hier ist kaum noch ein Durchkommen. Mit allerbestem und höchst druckvollem Sound geht's auch gleich mit "The Weapon They Fear" los und im Publikum herrscht von Beginn an Ausnahmzustand. Mit der Edge Of Sanity-Coverversion "Black Tears" und dem schon etwas älteren "Behind A Wall Of Silence" legt das deutsche Flagschiff in Sachen modernem Metal eindrucksvoll nach - während die schwarzen Wolken immer näher kommen. Ein nächster Höhepunkt wird dann mit "Forlorn Skies" erreicht, das von beeindruckenden Flammenfontänen begleitet wird, bevor im Anschluss ganz still und wie aus dem Nichts das Piano-Intro "Awoken" ertönt. Jetzt ist allen klar, das mit "Endzeit" gleich der HSB-Song schlechthin folgt. Und pünktlich zur "Endzeit" hat sich der Himmel über dem Gelände schwarz gefärbt und die ersten - ungewöhnlich großen - Regentropfen fallen auf die Erde...

Heaven Shall Burn

Und jetzt geht alles sehr schnell: Innerhalb von wenigen Minuten verwandeln sich die paar Tropfen in einen Platzregen, den ich in dieser Intensität auch noch nicht erlebt habe. Um meine Fotoausrüstung zu schützen (ein Wasserschaden wäre absolut fatal), bleibt mir nur der Rückzug zum Auto. Zum Glück habe ich immer einen Einweg-Regenponcho für Notfälle wie diesen dabei. Kamera eingepackt und zügig zurück zum Auto. Sehr ärgerlich, denn Heaven Shall Burn hätte ich mir gerne noch weiter angeschaut. Das, was auf meinem Rückweg von oben herunterkommt, ist schon kein Regen mehr, sondern eine geschlossene Wand aus Wasser. Endlich am Auto/unter dem Pavillon angekommen, bin ich dementsprechend komplett bis auf die Haut durchnässt, kann das Wasser regelrecht aus meinen Schuhen gießen, aber meine Kamera hat zum Glück nichts abbekommen. Leider hat auch die Technik auf der Bühne den Wassermassen nicht standgehalten, denn wie ich noch deutlich höre, haben Heaven Shall Burn mit einem mehrminütigen Stromausfall zu kämpfen...
Eigentlich hätte ich mir später gerne noch The Browning im Zelt angeschaut, aber ich bin echt froh, als ich dann irgendwann im trockenen Auto liege und weiß, dass ich heute nirgends mehr hinlaufen muss.

Gegen Mitternacht werde ich noch Zeuge eines wirklich sehr beeindruckenden und wunderschönen Höhenfeuerwerkes, das zum Ende des Gigs von Heaven Shall Burn gezündet wird - zum Glück hat der Regen mittlerweile aufgehört. Einer ruhigen Nacht steht somit nichts mehr im Wege. Dachte ich zumindest. Gegen 1.30 Uhr werde ich unsanft aus dem Schlaf gerissen. Draußen tobt das schlimmste Unwetter, das ich jemals erlebt habe - und zwar mit Abstand! Prasselnder Regen, orkanartiger Sturm, krachendes Donnern und Blitze im Sekundentakt. Meinen Pavillon hat es bereits in zig Stücke gerissen und mindestens einmal scheint ein Blitz ganz in der Nähe mit einem wirklich beängstigenden Knall eingeschlagen zu sein. Ich sehe kurz darauf in der Ferne ein paar Blaulichter, denke mir aber, es wird schon nichts Schlimmes passiert sein.
Leider habe ich mich da ganz gewaltig getäuscht. Erst am nächsten Mittag - bei wieder blauem Himmel und Sonnenschein - erfahre ich, dass gegen 1.55 Uhr ein Blitz mitten auf dem Campingplatz eingeschlagen ist (!) und es - natürlich - unzählige Verletzte gab. Ich bin ziemlich geschockt. Der Veranstalter teilt Sonntag Mittag über die große Leinwand neben der Bühne mit, dass es Gott sei Dank keine Toten gab und bis auf zwei Personen alle Verletzten bereits wieder zurück aus dem Krankenhaus sind. Die genauen Zahlen dieser Katastrophe erfahre ich erst abends auf der Rückfahrt in den Nachrichten im Radio, in denen das Unglück auf dem Festival konkret erwähnt wird: 51 Verletzte, davon neun schwer und drei Personen mussten sogar wiederbelebt werden.

Sonntag, 01. Juli

Nach dieser Horrornacht fällt es mir heute irgendwie etwas schwer, wieder zum regulären Festivalalltag zurückzukehren. Hätte es mehr als "nur" Verletzte gegeben, wäre dieser dritte Festivaltag vermutlich abgesagt worden. Mit einem etwas flauen Gefühl im Bauch schaue ich mal bei GUNS OF MOROPOLIS vorbei. Die deutsche "Metalbilly"-Truppe erinnert mich irgendwie an Volbeat. Zwar mit mehr Rock und viel weniger Metal, aber auch Sänger August Paulsen hat stimmlich - der Name lässt es sogar schon erahnen - durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mt Volbeat's Michael Poulsen. Das macht durchaus Laune.

Eigentlich wären jetzt GOJIRA an der Reihe, doch plötzlich stehen NEAERA auf der Bühne, die kurzfristig für die verhinderten (warum auch immer) Franzosen eingesprungen sind. Mich persönlich stört das ganz und gar nicht, denn Neaera würde ich sowieso immer vorziehen. Wirklich aufnahmefähig für Musik bin ich heute aber dann doch irgendwie nicht. Mittlerweile zieht ein leichter Regen über das Gelände, aber Neaera-Fronter Benny ist ohnehin der reinste Sympathie-Bolzen und mit Krachern wie "Walls Instead Of Bridges" macht man sowieso nichts verkehrt.

Das dritte Mal UNEARTH innerhalb von 14 Tagen - das ist mein persönlicher "Band-Rekord". Und heute geht hier auch endlich mal ganz gewaltig die Post ab (was vor 14 Tagen auf dem Reload Festival kaum der Fall war und letzte Woche in Osnabrück waren ohnehin keine 100 Leute anwesend). Genau so möchte ich Unearth immer sehen. Das Gelände füllt sich zusehends, Crowdsurfer segeln im Minutentakt nach vorne und die spielfreudige und scheinbar immer bestens gelaunte Band hat mit "Eyes Of Black", "Zombie Autopilot" oder "My Will Be Done" die entsprechenden Antworten für das partyhungrige Publikum parat. Ganz stark!

Unearth

Da meine Begleitung mittlerweile schon auf dem Heimweg ist, beschließe ich auch spontan, mir nur noch TRIVIUM anzuschauen und dann ebenfalls die 430 km lange Rückfahrt anzutreten.
Trivium-Sänger Matt Heafy sieht mit Bart irgendwie gewöhnungsbedürftig aus, aber das nur am Rande. Der mittlerweile obligatorische Einstieg mit "In Waves" kommt natürlich immer perfekt an und die Band aus Orlando/Florida kann hier und heute ebenfalls auf eine amtliche Fanbase zurückgreifen, die jeden Titel lauthals abfeiert und Matt das eine oder andere Lächeln aufs Gesicht zaubert. In der guten dreiviertel Stunde gibt es einen gelungen Querschnitt aus der mittlerweile fast schon zehnjährigen Bandgeschichte, mit solch starken Titeln wie "Dusk Dismantled" oder auch "Down From The Sky".
Ein weiterer rundum gelungener Auftritt und für mich persönlich der Abschluss des diesjährigen With Full Force.

Trivium

Das war das With Full Force 2012 - viele klasse Bands, tolle Stimmung, ein vergrößertes und verbessertes Gelände, brütend heißes Wetter, aber leider auch viele Verletzte in der erwähnten Unwetternacht.

Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: With Full Force!


Text & Fotos: Marco Zimmer