Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

Konzert: SPUTTENMOSH - 20.12.2014 - Münster

Location: Sputnikhalle


Nach einer vierwöchigen Durststrecke an Konzerten, war es Samstag nun endlich wieder so weit. Der bei mir schon fast zur Tradition gewordene Sputtenmosh stand an.

I, The Breather, Shoot The Girl First und Novelists haben sich im Rahmen ihrer Europatour die Sputnikhalle in Münster als letzte Anlaufstelle ausgesucht. Den Support übernahm die Melodic Hardcore Truppe Burning Down Alaska, sowie die Kölner Band Dumenta. Den Opener Slot konnten sich Inhuman Rampage durch den Gewinn eines Facebook Votings sichern.


Bedingt durch die Wetterverhältnisse kam ich etwas verspätet in Münster an. Leider war die Zeit so sehr vorangeschritten, dass ich nur noch den letzten Song von INHUMAN RAMPAGE mitbekam. Hier sei mir jedoch die kurze Anmerkung eines echt geilen Gitarrensolos erlaubt.
DUMENTA, eine mir bis dahin unbekannte Band, betrat als nächstes die Bühne. Kräftige Shouts gemischt mit vereinzelten Synthie-Samplern machten einen soliden Eindruck. Jedoch wurde die Menge kaum mitgerissen und nach fünf Songs war auch direkt wieder Schluss.

In der Umbaupause hieß es für mich dann schnell zur Theke und weiter zu den Merch-Ständen. Schnell die neuesten Shirt-Designs aller Bands abchecken und zumindest zwei Shirts in die engere Kaufauswahl gepackt.

Und schon ging der Soundcheck los - also schnell weit vorne einen Platz gesucht. Denn jetzt sollte es für mich interessant werden. Von BURNING DOWN ALASKA habe ich vor ein paar Jahren schon mal etwas gehört, jedoch dann bis vor ein paar Monaten aus den Augen verloren.
Was mir nun Sänger Tobi und seine Bandkollegen musikalisch boten, fand ich beeindruckend. Die Besucher wurden reichlich zur Bewegung motiviert, der Moshpit wurde eröffnet und Singalongs tatkräftig mitgebrüllt. Mit ihren Aushängeschildern "Savior" und "Monuments", sowie den ersten Stagedives des Abends, verabschiedeten sich Burning Down Alaska.

Endlich kam der tatsächliche Hauptgrund für meinen Besuch des Sputtenmoshs - NOVELISTS. Die Franzosen wissen, wie man auf sich aufmerksam macht und haben im letzten Jahr sechs Songs via YouTube rausgebraucht. Immer wieder bin ich auf die Progressiv Metaller gestoßen und konnte nichts über einen digitalen oder physischen Release herausfinden. Entsprechend war ich sehr gespannt und wurde letztendlich auch von ihrer Liveperformance überzeugt. Neben den mir bekannten Songs wurden auch zwei Neue gespielt - die Hoffnung steigt - bis zum Album kann es nicht mehr lange dauern. Die Menge ist, ich habe es nicht anders erwartet, ausgerastet und die ersten Violent Dancer nahmen gewohntermaßen einen Teil des Platzes vor der Bühne ein.

Zurück an den Merch-Ständen musste ich mich nun zwischen einem schlichten Novelists Design und einem Shirt von Burning Down Alaska entscheiden. Da Burning Down Alaska-Sänger Tobi auch gerade in der Nähe war, wurden kurz ein paar Sätze gewechselt - danach verließ ich den Stand mit neuem Shirt und einer CD von Burning Down Alaska.

SHOOT THE GIRL FIRST - für einen Teil des Publikums interessant, für den anderen eher weniger. Ich gehöre zum zweiten Teil und fand den Auftritt ganz nett und auch die Growls waren durchaus hörbar. Trotzdem sagten mir der Sound und die teils zu hohen Screams der Franzosen einfach nicht zu. Zu viele Elektro-Beats und "Let's Party!" Ansagen vermittelten mir das Gefühl, mich in einer Großraumdisko zu befinden. Danke für das einmalige Erlebnis, schnell abhaken und weiter zum gebührenden Headliner, denn der wurde mit I, THE BREATHER definitiv gefunden. Krass, wie die vier Jungs abgehen und zusammen uns ihren derben Metalcore um die Ohren zimmern.
Mit "Setting Sun" und "Soul:Seek" wurde der Moshpit eröffnet und das erst kürzlich erschienene Album "Life Reaper" zelebriert. Die Sputnikhalle wurde ein letztes Mal mit "False Profit" und weiteren Songs des Vorgängers "Truth And Purpose" in Schutt und Asche gelegt. Der Mob wütete durchgehend und ich war sowohl von der Band, als auch von den Moshern beeindruckt, wie viel Energie hier freigesetzt wurde.

I, The Breather

Ein wirklich großartiges Konzert mit vielen starken Bands und einer tollen Atmosphäre. Als kleinen Bonus gab es zum Abschluss für die übermüdeten Fahrer einen gratis Energy Drink von Monster, um Kraft für die Heimfahrt zu tanken.


Text & Foto: Lars Koopmeiners