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Konzert: CALIBAN - 20.01.2015 - Bremen

Location: Schlachthof
Support: Bury Tomorrow, Dream On, Dreamer, Any Given Day


Caliban sind mit ihrer "Ghost Empire"-Tour aktuell quer durch Europa unterwegs. Im Gepäck haben Sie Dream On, Dreamer (AUS), Any Given Day (D) und die lange nur als "Special Guest" abgekündigten Bury Tomorrow (UK) - ein richtig vielversprechendes Lineup.

Nun steht auch Bremen auf dem Programm und das Kulturzentrum Schlachthof soll bespielt werden. Etwas unerwartet gibt es sogar noch eine Abendkasse. Schnell zeigt sicher allerdings auch warum, denn 19 Uhr Showbeginn ist vielen an einem Dienstag Abend wohl einfach nicht möglich. Etwas unglücklich für ANY GIVEN DAY, die um kurz nach 19 Uhr den Abend beginnen dürfen. Ganz allein sind sie jedoch nicht, denn plötzlich taucht doch noch ein ganzer Schwung Feierwütiger auf und begibt sich schnell vor die Bühne. Und die Jungs legen ohne lange zu fackeln direkt los und spielen ein Brett nach dem anderen von ihrer aktuellen Platte "Home Is Where Your Heart Is". Wer dieser Band bisher keine größere Beachtung geschenkt hat, dem sollten sie spätestens wieder ein Begriff sein, als sie ihr Cover von "Diamonds" (Rihanna) anspielen. Dem Namen entsprechend, ein kleiner Diamant unter den vielen Pop-Covern der letzten Jahre. Nach einem relativ kurzen Set hat sich die Kesselhalle nun durchaus ein wenig gefüllt.

Any Given Day

Die nächsten im Programm sind DREAM ON, DREAMER aus Australien, die an diesem Abend noch die softesten Klänge mitbringen, das Tempo allerdings ein ganzes Stück anziehen. Witzig - nach einigen englischen Songankündigungen und Statements sind ein paar verwunderte Gesichter zu sehen, als Frontmann Marcel plötzlich fließend deutsch spricht. Aus einfachem Grund: Er lebte bis 2006 in Deutschland und gründete 2009 in Australien Dream on, Dreamer. So oder so verstehen auch sie es der mittlerweile doch gut gefüllten Kesselhalle ordentlich einzuheizen und nach etwa einer halben Stunde gibt es ein paar Zugaberufe, die aber leider unerfüllt bleiben müssen ...

Dream On, Dreamer

... denn BURY TOMORROW stehen bereits in den Startlöchern. Wie schnell diese Band in den letzten zwei Jahren - und besonders seit ihrem letzten Album "Runes" (2014) - gewachsen ist, ist bemerkenswert. Ein Wunder ist es allerdings auch nicht, denn die Jungs wissen sich zu präsentieren. Knallhart und trotzdem mit sehr sauberen cleanen Parts gönnen sie dem Pit keine Pause. Leider spielen sie jedoch fast ausschließlich Songs von ihrem aktuellen Album, einige Perlen der vorangegangenen Alben "Portraits" und "The Union Of Crowns" finden im heutigen Set wohl keinen Platz mehr. Dennoch eine starke Show und eine ganz klare Empfehlung!

Bury Tomorrow

Die letzte Band des Abends ist - natürlich - CALIBAN. Die ziemlich schicke Bühnendeko wird aufgebaut und nach kurzem Soundcheck betreten die Jungs die Bühne. Nun hält auch die, die bisher auf den Tribünen Platz genommen hatten, nichts mehr auf ihren Sitzen. Bereits ab dem ersten Song begeben sich die ersten Stagediver auf die Bühne, aufgefordert und unterstützt von Frontmann Andreas. Wummernde Bässe, Rauch und Strobo bringen die Halle schnell wieder zum Kochen und der begrenzte Platz zwischen Stage und den Tribünen wird intensiv genutzt. Zwischendurch dürfen sogar die Frontmänner von Any Given Day, Dream On, Dreamer und Bury Tomorrow noch mal mit ran. Entgegen des Tournamens spielen Caliban auch keinesfalls nur Titel des neuesten Albums. Allerhand ältere Perlen werden ebenfalls ausgepackt - so zum Beispiel "Memorial" und "Davy Jones". Erfreulicherweise lassen sich Caliban nach einem intensiven Set gar nicht lange bitten und liefern bereitwillig eine kleine Zugabe, bevor um etwa 23:30 die Lichter ausgehen.

Caliban

Text & Fotos: Sascha Schröder www.schröder-art.de