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Konzert: FEAR FACTORY - 01.12.2015 - Berlin

Support: Once Human, Dead Label
Location: Columbia Theater


An einem Dienstagabend locken mich eine der Industrial Metal-Pioniere schlechthin aus dem Haus. Fear Factory feiern mit ihrer Platte "Demanufacture" 20-jähriges und stellen zudem auch noch ihr im August erschienenes Album "Genexus" vor. Support bilden Once Human und Dead Label. Da kann man sich schon mal raus trauen. 32 Euro kostet das Ticket an der Abendkasse.


Los geht es ziemlich früh mit DEAD LABEL Label aus Irland, die aber leider noch vor relativ wenigen Zuschauern spielen müssen. Die Dreiercombo gibt aber trotzdem ihr Bestes und überzeugt mit einer absoluten guten Liveshow. Viele, wie unter anderem auch ich, kannten die Band vorher nicht, allerdings haben es Dead Label nach ca. der Hälfte ihrer Show geschafft, mit dem was sie drauf haben, alle zu überzeugen. Mit ihrem modernen Metal in Richtung Lamb Of God und Machine Head, können sie gut überzeugen. Mit "Schuld" trägt auf jeden Fall Frontmann Dan O' Grady, der nicht nur richtig gut growlen kann, sondern das auch noch in einer guten und groovenden Geschwindigkeit. Musikalisch sind sie zwar recht einfach, gehen aber gut nach vorne und ab und zu gibt es auch mal ein paar Gitarrensoli. Die Bühnenperformance stimmt super - die Drei machen richtig Spaß. Da gibt's zum Ende das Album "Sense Of Slaughter" für zu Hause.

Dead Label

Danach kommt die ziemlich junge Band (2014 gegründet) ONCE HUMAN auf die Bühne. Die Band wurde von Gitarrist und Produzent Logan Mader, der schon bei Machine Head und Soulfly gespielt hat, ins Leben gerufen. Zudem hat der noch diverse bekannte Metal-Alben produziert. Man kann sich also auf ein ordentliches Brett freuen. Das Quintett geht auf der Bühne auch gut ab und der Saal wird langsam voller. Sängerin Lauren Hart hat eine sehr Black Metal-lastige Stimme. Die Single "The Life I Remember", die gespielt wird, ist zum Glück der einzige Song mit cleanen Vocals. Die passen nach meinem Geschmack nicht so gut. Sonst ist es aber ziemlich gut. Instrumental geht's von modernem Thrash Metal bis hin zu Death Metal. Zum Schluss wird auch noch "Davidian" von Machine Head gecovert, damit geht es noch mal so richtig ab vor der Bühne.

Once Human

Nun kommen die meisterwarteten FEAR FACTORY auf die Bühne und schlagartig ist der Konzertsaal bis nach ganz hinten voll. Sie beginnen schon gegen 20:30 Uhr, was mir auf einem Dienstag ganz gut passt. Gestartet wird natürlich gleich mit "Demanufacture", mit dem man die Leute gut aufheizen kann. Fear Factory legen eine richtig gute Show hin, der Sound ist top, instrumental sowieso und das Growling vom Frontmann Burton C. Bell auch. Nur seine Clean Vocals sind leider recht enttäuschend. Die Gitarrensoli von Dino Cazares sind richtig gut und das wissen die Fans auch zu schätzen. Alles in Allem stimmt es aber von vorne bis hinten und auch die Masse geht von vorne bis hinten gut ab. Drei Songs werden von "Genexus" gespielt, was einen kleinen Einblick ins neue Album bringt. So spielen sie mit noch ordentlich langer Zugabe noch das ganze "Demanufacture"-Album, was den Zuschauern natürlich gefällt. Nach einem über 90 Minuten langen extrem schnellen Double Bass Drumming ist dann Ruhe - was für eine Show!

Fear Factory

Text & Fotos: Jörg Kandziora
kandziora-photo.de