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Festival: ROCK AM RING - 05.-07.06.2015

Es schien wie eine Mammutaufgabe: Nach 29 Jahren ROCK AM RING am Nürburgring, hieß es Abschied nehmen von der legendären Rennstrecke und das prestigeträchtige Festival an einem neuen Standort zu etablieren.

Der ehemalige Militärflugplatz in Mendig in der Vulkaneifel - nur unweit vom Nürburgring entfernt - erwies sich als bestmögliche Alternative und so war der 30. Geburtstag von ROCK AM RING zugleich der Beginn einer neuen Ära.

Was im Laufe des Festivals von mehreren Bands auf der Bühne deutlich ausgesprochen wurde, zeichnete sich bereits im Vorfeld ab: "Der Ring" ist nicht an eine feste Location gebunden - das Publikum ist das Festival.
90.000 Besucher folgten an den neuen Standort und so war auch die diesjährige Ausgabe von ROCK AM RING bereits seit Monaten ausverkauft.

Trotz der jahrzehntelangen Erfahrung ist es sicherlich verständlich, dass bei einer solchen Premiere vielleicht doch noch nicht alles so ganz rund läuft. Viele neue Erfahrungen mussten erst gemacht und gesammelt werden. Es gab bei der Anreise wohl gewisse Probleme in Sachen Koordination - so mussten kurzfristig noch 30 ha Campingflächen zusätzlich angemietet werden - und auch die Wasser- und Stromversorgung zeigte sich anfangs noch etwas widerspenstig.

Nun liegt es in der Natur vieler Menschen, immer zuerst die negativen Dinge zu sehen. Wer etwas zu kritisieren suchte, hat es definitiv auch gefunden. Der Großteil der Besucher zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und wollte an diesem Wochenende einfach eine gute Zeit mit vielen hochkarätigen Bands verbringen.

Pünktlich zum Festival hält auch endlich der Sommer Einzug. Manchmal ist weniger allerdings mehr, denn der bis dato "heißeste Tag des Jahres" sorgte für so manchen Einsatz der Rettungskräfte. Selbst ich hatte kurzzeitig etwas mit meinem Kreislauf zu kämpfen, als kurz vor 14 Uhr mit den DONOTS die erste Band auf der Bühne steht. Nach eigener Aussage wollte die Band unbedingt gerne dieses Festival eröffnen. Ich erinnere mich, dass jemand meinte, "ich glaube nicht, dass das bei denen schon so voll wird". Weit gefehlt. Trotz der frühen Uhrzeit und der unbarmherzigen Hitze sind bereits jetzt schon einige (zehn-?)tausend Besucher vor der Bühne und hungrig auf Live-Musik. Die DONOTS wissen jedenfalls, wie man den Massen entsprechend einheizt. Zwar mag das aktuelle Album etwas gewöhnungsbedürftig, weil erstmals deutschsprachig sein, aber mit Unterstützung von Broilers-Sänger Sammy bei "Problem kein Problem", dem etwas ruhigeren "Stop The Clocks" und natürlich der Twisted Sister-Coverversion von "We're Not Gonna Take It" ist der Festivalauftakt mehr als gelungen.

Ich bin zweifelsfrei nicht der einzige, der wenig begeistert davon ist, dass die dritte Bühne nun wieder in ein Zelt verbannt wurde. Bei den aktuellen Temperaturen ist es nämlich praktisch unmöglich, auch nur eine Viertelstunde dort zu verweilen. Somit fallen leider einige Bands meinem persönlichen Rotstift zum Opfer, denn wie bereits erwähnt, hatte mein Kreislauf auch schon bessere Tage. Auf THE GHOST INSIDE oder auch CALLEJON wird also spontan verzichtet, stattdessen konzentriere ich mich lieber auf die Bands, die auf einer der beiden großen Open Air Bühnen spielen.

Nach YELLOWCARD geht's mit BAD RELIGION weiter, einer der Ikonen des amerikanischen Punkrocks. Alt sind sie geworden. Vor allem Sänger Greg Graffin wirkt mit seinem grauen Haarkranz wie der nette Rock-Opa von nebenan. Dass die Truppe aber noch ordentlich Feuer im Hintern hat, beweisen die unzähligen starken Songs. Doch BAD RELIGION waren schon immer eine reine Album-Band. Wirklich zählbare Hits gab es in der über 30-jährigen Karriere eigentlich nur einen: "Punk Rock Song". Der kommt dann auch kurz vor Ende und das Publikum steht Kopf.

A DAY TO REMEMBER haben auf der Hauptbühne, der "Volcano Stage", sicherlich für so manchen Circle- und Moshpit gesorgt (die im Nachhinein veröffentlichte Setlist lässt daran jedenfalls keinen Zweifel aufkommen), für mich geht's nach einer kleinen Pause mit den BROILERS weiter, die am heutigen Tage das erste große Ausrufezeichen setzen. Oi-Ska-Punk mit ganz viel Rock - eine perfekte Mischung. Die unzähligen Hits der sympathischen Truppe passen nur leider kaum in ein einstündiges Set. Alleine der Hit-Block bestehend aus "Ist da jemand?", "Harter Weg", "Ruby Light & Dark" und "Tanzt Du noch einmal mit mir" ist einfach überragend! Das Publikum tanzt und singt lauthals mit - ein wahrer Siegeszug.

Erholung gibt's für's Publikum heute wohl nicht mehr. Der Chicago-Vierer RISE AGAINST (Foto unten) ist in kaum einem Land so erfolgreich, wie in Deutschland. Somit ist die heutige Co-Headlinerrolle auch absolut gerechtfertigt. Spätestens seit ihrem 2006er Durchbruchalbum "The Sufferer & The Witness", mit dem die Band dann auch musikalisch kommerzieller wurde, hat man so einige stadiontaugliche Rocksongs im Repertoire, denen man die Hardcore-Punk-Wurzeln der Band noch deutlich anhört. Viele Fans der ersten Jahre der Band sprechen zwar immer gerne von "Verweichlichung" und Kommerzialisierung, aber letztendlich hat das jede Band für sich selber zu entscheiden, ob und in welche Richtung man sich weiterentwickeln möchte. Gerade die eher neueren der heute präsentierten Titel, wie "Help Is On The Way", "Re-Education (Through Labor)" oder "I Don't Want To Be Here Anymore" sind einfach ganz groß.

Die Bezeichnung "groß" wird dem folgenden, zweistündigen Headliner-Auftritt kaum gerecht. DIE TOTEN HOSEN sind (zusammen mit Rammstein) nicht umsonst die größte deutsche Rockband. Die Setlist liest sich wie ein Greatest Hits-Album, beginnend mit dem Klassiker "Bonnie & Clyde", einem aktuellen Titel wie "Altes Fieber", dem englischen "Pushed Again", über Hits wie "Wünsch Dir was" und "10 kleine Jägermeister", bis zum unvermeidlichen "Tage wie diese", bei dem gefühlt alle 90.000 Festivalbesucher lauthals mitsingen. Gänsehaut pur - auch bei "Steh auf", das von Sänger Campino mitgefilmt wird und dann an Ur-Drummer Wolfgang "Wölli" Rohde als Genesungswunsch weitergeleitet werden wird (Wölli ist seit seinem Ausstieg aus der Band im Jahre 1999 schwer krank).
Trotz dieser etwas nachdenklicheren Momente, feiern Band und Publikum eine riesen Party. Allen voran Sänger Campino, der mit seinen mittlerweile über 50 Jahren nach wie vor den agilen Punkrocker mimt, über die Bühne wirbelt und an den Traversen hochklettert. Rock Musik hält also tatsächlich jung …

Das kann sicherlich auch Schock-Rocker MARILYN MANSON von sich behaupten, der sich mit Mitte 40 immer noch schwarz-weiß schminkt und immer noch eine ordentliche Show abzieht. Man muss allerdings auch zugestehen, dass das Publikum ganz klar die älteren Songs bevorzugt. Im Vorbeigehen schnappe ich noch den einen oder anderen Song auf, genieße noch das überragende Eurythmics-Cover "Sweet Dreams", trete dann aber auch den Rückweg zum Busshuttle an - habe ich da etwa gerade einen Regentropfen abbekommen … ?

Kaum habe ich diesen Gedanken zu Ende geführt, bricht wie aus dem Nichts ein wahrer Platzregen über uns herein. Zum Glück war der Bus halbwegs pünktlich und ich sitze im Trockenen und auf dem Weg ins Hotel. Was in den nächsten Stunden folgt, ist ein Unwetter der ganz üblen Sorte. Massiver Regen, kräftiger Sturm und zu allem Überfluss auch noch Gewitter. Tragischerweise sorgt ein Blitzeinschlag auf dem Gelände dafür, dass 33 Besucher ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen (die aber allesamt spätestens am nächsten Tag wieder entlassen werden konnten).
Kein schöner Abschluss des ersten Festivaltages …

Wenn das Unwetter der ersten Festivalnacht etwas Gutes hatte, dann die allgemeine Abkühlung. Mit 25 Grad ist es am Samstag jedenfalls deutlich angenehmer. Schade nur, dass das musikalische Programm für Freunde von härteren Gitarrenklängen an diesem zweiten Festivaltag wenig zu bieten hat. ROCK AM RING ist halt bekanntlich kein reines Rockfestival.
Mit den deutschen Hip Hop Acts PRINZ PI und K.I.Z., den in den letzten Jahren ganz massiv durchgestarteten KRAFTKLUB (die im übrigen später einen beeindruckenden Gig abliefern), sowie der Headlinerspitze bestehend aus THE PRODIGY und DEICHKIND gestaltet sich mein Festivaltag heute sehr entspannt.

Am späten Nachmittag auf dem Gelände angekommen, stehen erst mal FEINE SAHNE FISCHFILET auf dem Programm. Das ist übrigens nicht der letzte Fast Food-Schrei an einer der Festival-Imbissbuden, sondern eine Punkband mit Ska-Einflüssen aus Ostdeutschland. Eine sehr politische noch dazu. Zwischen nahezu allen Titel wird (völlig zurecht) zum Widerstand gegen Nazis, Pegida-Anhänger und ähnlichen Idioten aufgerufen und aufgefordert. Die Wut über dieses Thema merkt man Sänger Jan "Monchi" Gorkow jederzeit an. Mit sowas kann man auf Festivals wie diesem natürlich durchaus punkten - mit klasse Songs sowieso. Spätestens der Song "Komplett im Arsch" dürfte so manchem Festivalbesucher aus der Seele sprechen - mir irgendwie auch.

Da bietet sich eine ausführliche Runde über das Gelände und auch mal in Richtung Campingplatz geradezu an. Natürlich sind alle großen Sponsoren mit entsprechenden Ständen vertreten, sei es Rockstar Energy mit eigener kleiner Bühne oder Seat mit einer extra abgesperrten kleinen Teststrecke, auf der man sich ordentlich durchschütteln lassen kann - natürlich nur auf dem Beifahrersitz.
Wem das zu wenig Adrenalinkick ist, dem steht noch eine halbe Kirmes zur Verfügung, mit Riesenrad, Autoscooter, Bungee-Kran, Kettenkarussell usw. - wo soll das nur hinführen?

Zurück auf dem Gelände, noch kurz bei SLASH & MYLES KENNEDY (Foto unten) vorbeigeschaut und einmal mehr festgestellt, dass eben dieser Myles Kennedy gerade solche unsterblichen Guns N'Roses-Klassiker wie "Sweet Child O' Mine" oder "Paradise City" einfach besser singt, als es Axl Rose vermutlich jemals getan hat.

Nachdem - wie bereits angedeutet - KRAFTKLUB für eins der heutigen Highlights gesorgt haben, stehen THE PRODIGY auf der Bühne, die (nicht nur) mich leider mit ihrer extremen Lichtshow dazu nötigen, im Dunkeln nochmals die Sonnenbrille aufzusetzen. Sehen kann man auf der Bühne aber leider ohnehin nicht viel, denn ein Großteil des Lichtes strahlt unangenehm blendend ins Publikum und die Übertragung auf den großen LED-Wänden ist bewusst in schwarz-weiß und teils stark verpixelt gehalten. Das gehört dann wohl zur Show dazu. Meins ist es eher nicht so, wenngleich "The Omen", "Firestarter", "Breathe" und natürlich "Smack My Bitch Up" zweifelsfrei amtliche Kracher sind.
Im Anschluss müssen DEICHKIND dann ohne meine Anwesenheit auskommen. Nachträgliche Bilder des Auftritts deuten jedoch auf eine durchaus spektakuläre Bühnenshow hin.
Ich hätte zwar gerne noch bei HOLLYWOOD UNDEAD und/oder ENTER SHIKARI vorbeigeschaut, aber 3 Uhr nachts ist auf einem mehrtägigen Festival schlicht und einfach nicht meine Zeit.

Nachdem aus Rock- und Metal-Sicht eher entspannten Samstag, bietet der abschließende Sonntag dann wieder ein straffes Programm.
Warum GODSMACK bei einer Spielzeit von 45 Minuten allerdings ein elendig langes Drumsolo mit zwei Schlagzeugern zum Besten geben müssen, bleibt wohl das Geheimnis der Band. Ganz ehrlich, Drumsolos sind auf Festivals - so wie auch heute - ziemliche Stimmungskiller. Als es danach mit beiden abschließenden "Whatever" und "I Stand Alone" weitergeht, komme ich jedenfalls zu dem Ergebnis, dass ich die Band aus Boston weitaus spannender in Erinnerung hatte.
Ähnliches gilt danach auch für PAPA ROACH, eine der wenigen Bands, die die Nu Metal Welle nach der Jahrtausendwende überlebt haben. Angel- und Drehpunkt ist sicherlich Fronter Jacoby Shaddix, der aber auch nicht darüber hinwegtäuscht, dass praktisch jeder der Anwesenden nur auf den Überhit "Last Resort" wartet, der das Gelände wie erwartet gegen Ende einmal mehr in einem kleinen Ausnahmezustand versetzt.

Die bereits erwähnte kleine Bühne im ersten Stock des Rockstar Energy Standes wird mehrmals am Tag von INSERT COIN bespielt. Eine Melodic Punk Band aus Recklinghausen, die spätestens durch den Song "A Lot? Not Enough!" aus dem aktuellen Werbespot eben jenes Getränkeherstellers bekannt ist. Bei (leider nur vier) saucoolen Songs und gratis Getränken stelle ich wiederholt fest, dass diese Band definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat.

LAMB OF GOD zählen nicht nur zu den besten und wichtigsten "modernen" amerikanischen Metalbands, sondern stehen auch in meiner persönlichen Gunst sehr weit oben. Ärgerlich nur, dass der Sound auf der "Crater Stage" (der kleineren der beiden Open Air Bühnen) alles andere als prickelnd und nach dazu relativ leise ist. Schade, denn diese Tatsache hinterlässt trotz Hits wie dem massiven "Walk With Me In Hell", dem obligatorischen Groove-Monster "Redneck" oder auch dem ganz neuen Titel "Still Echoes" einen leicht faden Beigeschmack.

Zeit für eine kleine Verschnaufpause. Das Abendprogramm hat es nämlich noch in sich und so schaue ich bei PARKWAY DRIVE (wo spielen die eigentlich nicht?) und den BEATSTEAKS ("Let Me In" ist nach wie vor der Kracher der Band) nur halb und beiläufig mal rein.

Mit IN FLAMES steht dann das nächste schwermetallische Highlight - auch für mich - auf dem Programm. Natürlich darf man heutzutage von den Schweden keine Songs aus den 90er Jahren mehr erwarten. Mit dieser Tatsache kann man sich nun entweder abfinden und anfreunden oder man schaut sich lieber Bands an, die seit 25 Jahren jegliche Weiterentwicklung ignoriert haben. Der musikalische Schwerpunkt liegt heute also wieder einmal auf den letzten zehn Jahren, obwohl ich mich ganz besonders über "Bullet Ride" (aus dem Jahre 2000) freue. Ansonsten bekommt die tobende Masse ein Hitfeuerwerk vor den Latz geknallt, beginnend mit "Only For The Weak" (ein Opener nach Maß!), weiter über "Alias", "Deliver Us" und "Cloud Connected", bis hin zu "The Quiet Place" und "Take This Life". Alle Hits der Band passen dabei aber nicht mal ansatzweise in die heutigen 65 Minuten. IN FLAMES sind und bleiben auch live eine der großartigsten und wichtigsten Metalbands dieser Größenordnung.

Dass es aber noch deutlich größer geht, beweist natürlich der Nr. 1-Headliner des gesamten Wochenendes - die FOO FIGHTERS. Über Nacht wurde vor der Bühne bereits ein großer Steg inklusive Rondell ins Publikum gebaut (erinnert etwas an den Metallica-Gig letztes Jahr bei Rock am Ring). Das dürfte eine dicke Show werden. Vor allem, wenn man hört, dass die Band um ex-Nirvana Drummer Dave Grohl wenige Tage zuvor in Hamburg ein stolzes 3-Stunden-Set (!) gespielt hat. Hier und heute sind zumindest 2,5 Stunden angedacht. Im Nachhinein muss man allerdings feststellen, dass es dann doch "nur" 130 Minuten waren und abzüglich des ganzen Geredes und Gejamme, wäre man deutlich unter zwei Stunden geblieben. Auch wenn die Spielzeit für einen solchen Headliner-Auftritt letztendlich dann also doch eher "normal" war, das Gebotene darf man gut und gerne als konkurrenzlos bezeichnen. So und nicht anders geht großer, nein, riesiger Stadionrock! Da wird "Everlong" gleich als Opener rausgehauen, schon recht früh folgt "Pretender", nur auf "Best Of You" muss man natürlich bis zum Ende warten. Und dazwischen? Nur starke Songs, viele Hits, einige Songs werden mitten im Publikum auf dem bereits erwähnten Rondell zum Besten gegeben - das rockt nicht nur alles überragend, sondern bietet auch noch viel für's Auge. Licht- und Bühnenshow sind so, wie man es von einer der größten Rockbands unserer Zeit erwartet. Spätestens mit dieser Leistung dürften eventuelle Zweifler vollends überzeugt worden sein.

Zeitgleich mit den FOO FIGHTERS spielten auf der anderen Open Air Bühne MOTÖRHEAD. Ob da wohl viel los war? Gefühlt waren nämlich alle 90.000 Besucher bei den FOO FIGHTERS.
Und nun? Kann danach noch was kommen? Eigentlich nicht mehr viel. Außer vielleicht SLIPKNOT (Foto unten). Und die ziehen zu später Stunde (mittlerweile ist es 0 Uhr) und frischen Temperaturen (gerade mal noch 10 Grad) einige zehntausend Besucher an und überzeugen zumindest optisch mit der coolsten Bühne des Festivals - Licht und Deko sind echt klasse, dazu sich drehende Percussions und vieles mehr. Die Songs stehen dem allerdings auch in kaum etwas nach. Hits wie "Psychosocial" oder "Wait And Bleed" schlagen natürlich ein wie eine Bombe und Sänger Corey Taylor wird immer wieder mit "Corey! Corey!"-Sprechchören angefeuert. Kam nicht mal die Diskussion auf, ob SLIPKNOT mittlerweile nicht zu "alt" für das Ding mit den Masken wären? Nein, das muss so und das ist auch gut so.

Ein großartiges Festival geht wieder einmal viel zu schnell zu Ende (letztes Jahr bescherte man uns ja noch einen Tag mehr).

Abschließend bleibt nicht viel mehr zu sagen, als DANKE an alle Beteiligten, die dieses einzigartige Festival aus dem Nichts heraus an einem neuen Standort aus dem Boden gestampft haben. Da der Pachtvertrag für dieses Gelände zumindest erst mal für fünf Jahre gilt, lässt sich heute schon guten Gewissens sagen: Wir sehen uns vom 03. bis 05. Juni 2016 zum 31. Rock am Ring in Mendig!


Text: Marco Zimmer
Fotos: Rock am Ring / Presse