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Konzert: PARKWAY DRIVE - 24.01.2016 - Berlin

Location: Columbia Halle
Support: Architects, Thy Art Is Murder


Parkway Drive kommen mit ihrem neuem Album "Ire" und ihren Freunden von Architects und Thy Art Is Murder im Gepäck, um Europa gleich am Anfang des Jahres ordentlich einzuheizen. Das Konzert findet in der Columbia Halle, der größten, nicht Multifunktions-, Konzerthalle Berlins statt. Also kann hier heute mit vielen Leuten ganz ohne Arena-Sitzplatz-Atmosphäre abgegangen werden.

Zu Beginn spielen die Australier THY ART IS MURDER, die sich in knappen zhen Jahren selbst hier in Europa schon einen großen Namen gemacht haben. Die junge Deathcore Truppe hat auch erst letztes Jahr im Sommer ihre aktuelle Scheibe "Holy War" herausgebracht. Ein kleiner Shock für die Fans war wohl kurz vor der Tour, am 21. Dezember, erfahren zu müssen, dass Vocalist CJ McMahon aussteigt, um sich Zeit für seine Familie zu nehmen. Für die Tour ist erstmal Nick Arthur von der Ami-Kapelle Molotov Solution eingesprungen. Der macht seine Sache auch ziemlich gut. Die Band kann super mit ihrem Sound und "Ersatz"-Sänger überzeugen. Schade nur, dass es so kurz ist. Weniger als 30 Minuten werden zum Besten gegeben. Zum Ende kommt die Single "Holy War" und die Fans gehen zum Schluss nochmal ordentlich ab.

Thy Art Is Murder

Nach einer kurzen Umbaupause kommen dann die Briten ARCHITECTS auf die Bühne. Vor der Bühne wird es noch voller. Die Mannen um Screamer Sam Carter bringen den Pit gleich etwas mehr in Wallungen. Es kommen mittlerweile vermehrt Crowdsurfer vorne an. Es wird auch mehr mitgesungen und insgesamt mehr abgegangen. Die Band arbeitet fast das komplette aktuelle Album "Lost Forever // Lost Together" ab, von dem ganze acht Songs gespielt werden. Nur zum Ende kommt dann noch "These Clours Don't Run". Hier wird eine richtig gute solide Show mit super Sound abgeliefert.

Architects

Jetzt starten PARKWAY DRIVE. Es gibt einen lauten Knall und von oben kommt ein großer Regen aus Papierschnipseln. Die Band kommt auf die Bühne und die Menge fängt an zu toben. Schon gleich zu Anfang landen die ersten Leute vom Crowdsurfen im Fotograben. Drummer Ben Gordon sitzt auf einem hohen Podest, der treppenartig in alle Richtungen runtergeht und für die anderen viel Fläche zum "austoben" lässt. Die Jungs haben alle ein breites Grinsen im Gesicht und haben sichtlich Spaß. Sänger Winston McCall mit ungewohnten blonden Haaren, springt über die ganze Bühne und bringt die Halle gut zum Kochen. Es gibt eine richtig fette Licht-Show und ab dem ca. fünften Song auch immer wieder Feuershows. Die Hitze der Flammen merkt man fast bis zum Ende der Halle. Der Sound ist richtig sauber und laut. Es gibt mit sechs Songs vom neuen Album "Ire" schon ordentlich Neues in der Setlist. Bei der Single "Vice Grip" kann die Halle trotzdem schon so mitmachen, wie beim älteren Hit "Karma". Nach guten 13 Songs gibt es noch eine Zugabe mit dem ebenfalls neu veröffentlichten "Crushed" und "Home Is For The Heartless2, bei dem die Massen immer noch ordentlich am ausflippen sind.
Parkway Drive haben es an einem Sonntag Abend geschafft, viele Leute rauszuholen und es hat sich definitiv gelohnt.

Parkway Drive

Setlist - Parkway Drive
Destroyer
Dying To Believe
Carrion
Karma
Dark Days
Idols And Anchors
Dedicated
Vice Grip
Romance Is Dead
Deliver Me
Wild Eyes
Bottom Feeder
Swing

Crushed
Home Is For The Heartless


Text & Fotos: Jörg Kandziora
kandziora-photo.de