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Konzert: WOLFMOTHER - 02.05.2016 - Berlin

Location: Columbiahalle
Support: Electric Citizen


Die australische Dreiercombo um Andrew Stockdale - Wolfmother - macht wieder eine große Europa Tour und hat ihr viertes Album "Victorious" im Gepäck. Wolfmother sind schon mit ihrem ersten Album "Wolfmother" extrem durchgestartet und haben die neue Welle des 60s und 70s Rock auch wieder in den Mainstream gebracht. Spätestens mit dem prominenten Soundtrack bei den "Hangover"-Filmen sind sie überall auf der Welt bekannt geworden.

Als Support starten aber erstmal ELECTRIC CITIZEN aus Cincinnati (Ohio), die ebenfalls gerade einen steilen Gang nach vorne machen. So haben sie es in den letzten drei Jahren geschafft, zwei Alben zu produzieren und mit Wolfmother, Pentagram, Fu Manchu und einigen mehr zu touren. Jetzt kommt die erste Europa-Tour und es werden ordentlich neue Fans gesammelt. So wird gerade bei einer so großen Tour vor weitgehend unbekannten Gesichtern gespielt. Trotzdem schaffen sie es mit ihrem Retro Rock-Stil mit monotonem weiblichen Gesang die Leute zu begeistern. Die Band versteht von Gitarre bis zum Schlagzeug auf jeden Fall ihr Handwerk und versteht es dem Oldschool-Stil einen modernen groovigen Touch zu geben. Statt vier Leuten auf der Bühne gibt es seit dieser Tour noch Unterstützung an den Keys. Alles in Allem können Electric Citizen ziemlich überzeugen und bei "Light Years Beyond" können sogar einige mitsingen.

Electric Citizen

WOLFMOTHER starten direkt mit der neuen Single "Victorious" und bringen die Crowd sofort in Bewegung, da der Titel aber noch nicht überall allzu bekannt ist, ist das super zum Aufwärmen. Danach geht es dann direkt weiter mit "New Moon Rising" und "Woman", wo die Massen dann komplett ausflippen und mitsingen. Auch Wolfmother sind auf der Bühne gut aktiv. Ich habe in diesem Genre selten eine solche Bewegung auf der Bühne gesehen. Bassist und Keyboarder Ian Peres springt ständig wie ein Hardcore-Gitarrist in die Höhe. Sänger und Gitarrist Andrew Stockdale ist auch ununterbrochen am Herumrennen vom Mikro zu den Drums. Der Sound ist so dermaßen klar und laut - das hätte ich nicht erwartet. Eine super Lichtshow und das riesen Banner vom aktuellen CD-Cover machen es für die Augen auch sehr ansprechend. Es werden so ziemlich alle Hits von "White Unicorn" über "Colossal" und "California Queen" gespielt. Zu meinem Erfreuen wurde viel vom ersten Album gespielt. Es gibt durchgehend sogar einen gar nicht so kleinen Pogopit und zum Ende bei der Zugabe "Joker & The Thief" gibt es noch ordentlich Headbanger. So eine starke Live-Macht hätte ich nicht erwartet. Das hat sich definitiv gelohnt.

Wolfmother

Text & Fotos: Jörg Kandziora
kandziora-photo.de