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Konzert: CROWBAR - 31.03.2017 - Berlin

Location: Lido
Support: Earth Ship, Piece


Crowbar sind mal wieder in der Stadt und rufen zum Tanze. Es folgen alle Fans der besonders schweren Musik. Die letzte Platte ist mal wieder ein Knaller und live bringen Crowbar ja eh auch immer noch ihre Hits zum Besten. Also hin da. Support gibt es wieder von hier. Zum einen Earth Ship, die ich mittlerweile schon recht oft gesehen habe, aber immer gerne wieder. Dann gibt es noch Piece, eine sehr neue Erscheinung.

Von PIECE weiß ich noch nicht viel, außer, dass die Handvoll bereits hochgeladenen Songs auf YouTube schon sehr fett sind. Es soll heute Abend auch der erste Gig werden. Also ich bin gespannt. Leider beginnt der Freitagabend mit 19 Uhr Einlass und schon 19.30 Uhr Beginn so früh, dass ich den ersten Song vom recht kurzen Set verpasse. Nichtsdestotrotz kann ich mir mit dem Rest einen recht guten Eindruck machen. Und der überzeugt. Die vier Jungs aus der Hauptstadt haben auf jeden Fall eine schöne Energie auf der Bühne und das Musikalische ist auch wie erhofft sehr fett!

Piece

Als nächstes gibt es EARTH SHIP auf der Bühne, die in der Szene schon etwas länger bekannt sind. Die Dreiercombo hat sich auch schon auf diversen Festivals und als Support Band bei unzähligen Gigs den Arsch abgespielt. Das hört man aber auch. Earth Ship schaffen es, eine richtig coole Mischung aus doomigem Sludge à la Crowbar und progressivem Sound wie Mastodon zu erschaffen. Zudem haben sie immer sichtlich richtig Spaß auf der Bühne, was dann gleich noch mehr Laune macht. Soundtechnisch ist es leider, genau so wie bei Piece zuvor, alles zu basslastig, gar übersteuert. Aber gut, bei dem Genre kann man das zum Glück noch ganz gut vertragen. Sehr empfehlenswerte Band, auch auf CD.

Earth Ship

Nach den für meinen Geschmack viel zu kurzen Sets kommen dann ziemlich pünktlich CROWBAR auf die Bühne. Das mit dem Bass scheinen sie beim Sound jetzt hinbekommen zu haben. Und es geht direkt los. Im nicht ganz vollen Laden entsteht recht flott ein kleiner Pit. Es werden die Arme hochgerissen und gegrölt "All I Had I Gave!". Der alte, neue Bassist Todd "Sexy T" Strange scheint jetzt wieder endgültig fest in der Band zu sein. Kirk Windstein trottet mit seiner Gitarre langsam über die Bühne und überall wo er mit seinen dicken Fingern die Riffs vor den Fans los prügelt, ballen die Leute ihre Hände zur Faust und huldigen den "Rifflord" oder "Beard Of Doom". Die anderen Musiker werden kaum beachtet, obwohl Matthew Brunson an der anderen Gitarre am meisten abgeht. Es werden viele alte Hits wie "Existence Is Punishment", "High Rate Extinction" oder "Like Broken Glass" gespielt. Von den letzten beiden, meiner Meinung nach sehr coolen Alben, kommt leider jeweils nur ein Song. Naja, auf die alten Sachen gehen die Leute halt noch mehr ab. Der Abend war mal wieder ein richtig schöner Crowbar-Abend wie er sein sollte. Coole lokale Supportbands, Bier und dicke, schwere Riffs.

Crowbar

Setlist - Crowbar
High Rate Extinction
Conquering
All I Had (I Gave)
To Build A Mountain
The Cemetery Angels
Walk With Knowledge Wisely
Plasmic And Pure
Scattered Pieces Lay
Planets Collide
Existence Is Punishment
Like Broken Glass


Text & Fotos: Jörg Kandziora
kandziora-photo.de