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Konzert: KREATOR - 18.02.2017 - Berlin

Location: Columbia Halle
Support: Sepultura, Soilwork, Aborted


Kreator haben einen Kracher von einem Album rausgehauen und touren dazu gleich mal eine Runde. "Gods Of Violence" kam so ziemlich überall super an, also werden richtig hochkarätige Bands wie Aborted, Soilwork und sogar Sepultura für eine der wohl fettesten Touren des Jahres herangeholt. Die Tour beginnt in Berlin schon pünktlich um 18 Uhr, weshalb ich leider den letzten Song von Aborted, aufgrund meiner Arbeit, nur beim Ankommen bemerke.


Somit beginnt für mich die Show erst so richtig mit den melodischen Death Metal Jungs aus Schweden. Wenn ich richtig zurück denke, dürfte das sogar mein erstes SOILWORK Konzert sein. Also bin ich mal gespannt. Sie starten von Anfang an stark durch. Ich bin persönlich nicht so der Fan von Keyboards in diesem Genre, aber hier scheint mir das ganz gut platziert. Der nächste Grund, warum ich mich mit Soilwork nie beschäftigt habe, sind die melodischen Vocals - die Meinung ändert sich auch durch das Konzert nicht. Trotzdem dremmelt der Rest richtig gut rein. Die Growls von Björn Strid gefallen mir richtig gut und machen das wieder ganz gut wett. Sehr fett finde ich auch die Drums, die richtig schön verspielt sind und gut nach vorne gehen. Bei gut 40 min Spielzeit konnte ich mir auf jeden Fall einen sehr positiven Eindruck von den Jungs machen.

Soilwork

Als nächstes kommen dann SEPULTURA. Die Jungs aus Brasilien habe ich allerdings schon ein paar Mal gesehen und freue mich auch richtig drauf, da das letzte Mal schon wieder etwas her ist. Und ich werde auch überhaupt nicht enttäuscht. Andreas Kisser an der Gitarre ist einfach immer noch unglaublich. Da stimmt einfach alles - hammer Soli und auch noch eine gute Bühnenpräsenz. Sepultura stellen neben Kreator auch ihr neues Album "Machine Messiah" vor, welches definitiv auch einige dicke Knaller dabei hat. Derrick Green, gefühlt ein 2,10 Meter großer Schrank auf der Bühne, mit einem Core Tex Berlin Shirt, hat auch noch, trotz mittlerweile grauer Haare, hammer wütende Growls drauf. So werden sogar ganze fünf Songs von der neuen Platte präsentiert, von denen man sich "I Am The Enemy", "Phantom Self" und vor allem "Resistant Parasites" auf jeden Fall merken sollte. Zum Ende gibt es dann natürlich noch "Roots Bloody Roots" und "Refuse, Resist". War mal wieder richtig cool!

Sepultura

Als letztes kommen dann KREATOR auf die Bühne, was diesmal ein wenig länger dauert, da die Bühne noch einen ordentlichen Schliff bekommt. Als es dann losgeht, kommt nach kurzer Zeit ein lauter Knall und ein riesen Konfettiregen prasselt über die Zuschauer nieder. Kreator stehen derzeit, nicht wie einige Genre Kollegen, trotz ihres Alters immer noch in der Blüte ihrer Bekanntheit. Das beweisen sie auch mit ihrem neuen Album, auf dem fast nur Hits sind und auch gleich fünf davon gespielt werden. "Satan Is Real" und "Gods Of Violence" werden schon recht früh präsentiert und scheinen nach dem Mitgröhlen der Fans zu urteilen, auch schon längst zu den Klassikern zu gehören. Mit guten 90 Minuten ist die Spieltzeit auch so lang genug, dass von den Alben "Phantom Antichrist" über "Outcast" und "Coma Of Souls", bis hin natürlich zu "Pleasure To Kill" und "Endless Pain" alles dabei ist. Beim aktuellen Song "Fallen Brothers", der unseren ganzen in den letzten Jahren verstorbenen Musik Helden gedacht ist, kommt auch noch als Gast Dagobert für Vocals auf die Bühne. Die Bühnenshow wird auch immer wieder mal durch ein wenig Feuer unterstützt - so wird's in der Halle gleich noch heißer. Zum Ende werden dann wie bei Sepultura die ganzen alten Klassiker wie "Flag Of Hate", "Under The Guillotine" und "Pleasure To Kill" präsentiert. Nach fast sechs Jahren mal wieder live gesehen, es war der Knaller!

Kreator

Setlist - Kreator
Hordes Of Chaos
Phobia
Satan Is Real
Gods Of Violence
People Of The Lie
Total Death
Phantom Antichrist
Fallen Brother
Enemy Of God
From Flood Into Fire
World War Now
Hail To The Hordes
Extreme Aggression
Civilization Collapse

Violent Revolution
Flag Of Hate
Under The Guillotine
Pleasure To Kill

Kreator

Text & Fotos: Jörg Kandziora
kandziora-photo.de