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Konzert: SMOKE BLOW - 15.12.2017 - Berlin

Support: Deamon's Child
Location: Columbia Theater


Smoke Blow geben ja seit ein paar Jahren bekanntlich nur noch zwei Konzerte im Jahr. Und davon ist dieses Jahr eins in Berlin - yeah!


DEAMON'S CHILD spielen als Support für Smoke Blow. Eine Dreiercombo, die experimentellen sludgigen Noise Punk abliefert, der auch noch einen super Sound hat. Man hört alles richtig gut raus. Gesungen wird von der Bassistin recht selten und erinnert ordentlich an 80er Jahre New Wave. Die Texte wirken erstmal sehr lustig, zumindest das, was ich verstehe, wie "Äffchen kann denken, Äffchen fährt Fahrrad". Der Schlagzeuger untermalt die Band richtig gut mit seinen abwechslungsreichen schön punktierten Drums. Die Gitarre bringt noch einen guten Metal-Touch rein. Eine Band, bei der ich mir denke: "Oh ja, die muss ich mir merken!".

Deamon's Child

Nach nicht allzu langer Pause spielen dann SMOKE BLOW auf. Ich habe sie das letzte Mal im noch alten Festsaal Kreuzberg gesehen, bevor der abgebrannt ist. Das ist nun schon gute fünf Jahre her, daher freue ich mich besonders auf die Show heute Abend. Die beiden Sänger Jack Letten (zur Zeit Solo als Erik Cohen unterwegs) und MC Straßenköter gehen sofort gut ab. So auch das Publikum, welches gleich mit dem ersten Song anfängt mitzugröhlen. Der Sound ist jetzt leider etwas matschiger geworden, aber immer noch voll in Ordnung. Gerade bei Songs wie "Dancing With Dead" hört man den ganzen Saal mitsingen. Selbst auch bei dem wohl von Smoke Blow liebsten gespielten Cover "Rebel Yell" von Billy Idol. Die Mischung aus Punk, Hardcore, Stoner und noch einigem anderen, die Smoke Blow auffahren, ist genau mein Ding. Zwischendurch gibt es immer wieder lustige Ansagen. Nach einer guten Stunde hört man auch schon die "Zugabe!"-Rufe. Die Jungs kommen nach fünf Minuten wieder und spielen nochmal zwei, drei Songs. Bei nur zwei Shows im Jahr, hätte ich mir eine etwas längere Show vorgestellt. Trotzdem hat sich es alleine aus nostalgischen Gründen sehr gelohnt!

Smoke Blow

Text & Fotos: Jörg Kandziora
kandziora-photo.de