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Konzert: AT THE DRIVE IN - 26.02.2018 - Berlin

Location: Columbia Halle
Support: Death From Above, Le Butcherettes


At The Drive In sind endlich wieder richtig zurück. Mit neuem super Album und ordentlich Live-Power.


LE BUTCHERETTES eröffnen den Abend. Das Trio aus Mexiko macht ziemlich ungewöhnlichen Graga-Punk, der sehr in die Noise-Schiene abdriftet. Auf jeden Fall gehen sie gut ab. Das einzige beständige Mitglied Teri Gender Bender (Teresa Suárez Cosío) spielt abwechselnd am Keyboard und an der Gitarre und schreit noch ins Mikro. Für die knapp 30 Minuten machen die Drei ganz gut Stimmung.

Le Butcherettes

Das Duo DEATH FROM ABOVE macht schön verfrickelten Indie-Punk/Rock. Jesse F. Keeler haut ein paar schöne Sachen mit dem Bass hin, sodass man eigentlich das Wort "Indie" im Genre vergessen kann. Mit seinen ganzen Pedals und gefühlt zehn Amps hinter sich, übersteigt er bei weitem die normalen Basstöne. Auch Drummer und Sänger Sebastien Grainger überzeugt absolut mit seinem Können. Die Jungs aus Kanada sind ein super eingespieltes Duo. Musikalisch bin ich sofort begeistert. An die Vocals komm ich leider nicht ran, die sind mir dann doch zu Indie-poppig whatever. Aber auf jeden Fall nichts, was mich aus der Halle treibt.

Death From Above

Nun kommen endlich AT THE DRIVE IN, eine der letzten meiner Jugend-Bands, die noch nicht tot sind und die ich noch nicht gesehen habe. Und von der ersten Minute an geht es richtig ab. Ob vor der Bühne oder auf der Bühne. Sänger Cedric Bixler-Zavala springt auch gleich mal noch während des ersten Songs in die Crowd. Die Jungs aus Texas sind augenscheinlich nicht mehr so jung wie in meinem Kopf, aber bei der Bühnenperformance geben sie das definitiv nicht Preis. Cedric Bixler-Zavala springt von einer Ecke in die andere, ab auf die Amps und wieder runter. Wie ein Flummi geht es rum. Es wird fast die komplette "Relationship Of Command" und ziemlich viel vom neuen Album "in•ter a•li•a" gespielt. Einer meiner Lieblingssongs, "Napoleon Solo" fehlt leider. Also eigentlich wurde leider gar kein Song von der "In/Casino/Out" gespielt. Ich hoffe, dass die Jungs jetzt erstmal wieder eine Weile dabei sind und ich sie noch ein paar Mal zu sehen bekomme. Große Erwartungen, welche null enttäuscht wurden.

At The Drive In

Text & Fotos: Jörg Kandziora
kandziora-photo.de