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A DAY TO REMEMBER - Common Courtesy

VÖ: 22. November 2013
Caroline International

Es hat schon seinen guten Grund, warum "Common Courtesy" ganze drei Jahre auf sich warten lies, während die letzten Alben des Florida-Fünfers immer grob im Jahresrhythmus erschienen: Die Band lag lange Zeit im Rechtsstreit mit Victory Records, bis dann endlich ein Gericht in den USA bestätige, dass die Band dieses Album auch ohne das Einverständnis ihrer (ehemaligen) Plattenfirma veröffentlichen darf. "Common Courtesy" wurde daraufhin von der Band eigenständig finanziert und produziert und vorerst nur in digitaler Form selber vertrieben - ein durchaus gewagtes Unterfangen, in Anbetracht der Größe und des Stellenwertes, den die Band mittlerweile innehat (u.a. Platz 11 in den USA mit dem letzten Album).
Doch von diesen ganzen vergangenen Streitigkeiten ist auf dem mittlerweile fünften Album nichts mehr zu hören. A Day To Remember knüpfen praktisch nahtlos an "What Separates Me From You" (2010) an. Eine der Stärken der Band ist sicherlich das perfekte Wechselspiel aus eingängig(st)en Pop-Punk-Melodien und typischer Post-Hardcore/Metalcore-Härte. Und genau das beherrschen A Day To Remember, wie kaum eine andere Band. Während sich das Opening-Doppel "City Of Acala"/"Right Back At It Again" noch fröhlich in Pop-Punk-Gefilden aufhält, fliegen einem die massiven Breakdowns in den beiden folgenden Core-Krachern "Sometimes You're The Hammer, Sometimes You're The Nail" und "Dead & Buried" förmlich um die Ohren - ohne dabei jedoch auf die wie immer zuckersüßen und hocheingängigen Passagen und Melodien zu verzichten, die anschließend im überragenden "Best Of Me" einen ersten Höhepunkt erreichen. Und selbst solche traumhaft schönen Akustiknummern wie "I'm Already Gone" oder Balladen wie "End Of Me" (Gänsehaut pur!) finden ihren Weg auf dieses Album, sorgen für noch mehr Abwechslung und fügen sich perfekt ins Gesamtbild ein, ohne sich wie ein Fremdkörper anzufühlen. Als perfekter Gegenpol dazu stehen wiederum solch aggressive Titel wie "Violence (Enough is Enough)" und vor allem "Life Lessons Learned The Hard Way", die die Energie auf und vor der Bühne förmlich spüren lassen.
"Common Courtesy" ist das nächste fast perfekte Album von A Day To Remember, das vor Metalcore, Pop, Aggressivität, Balladen, Härte, Akustik und purer Energie nur so strotzt. (maz)

8,5/10