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A MILLION MILES - What's Left Behind

VÖ: 05. April 2013
Abandon Records

Beim Durchlesen der Biografie der Hamburger Band A Million Miles bin ich durchaus etwas erstaunt. Mit gerade mal einer EP hat man bereits europaweit unzählige Konzerte und Festivals gespielt und u.a. Bands wie Biohazard supportet - das schafft zweifelsfrei nicht jede Band. "What's Left Behind" ist das Debütalbum der Band um Sängerin Mona Miluski und wurde - wie es sich für waschechte Hamburger gehört - in den Hammer Studios von Eike Freese (Dark Age) produziert. Musikalisch gesehen, ist die Mischung des Fünfers durchaus interessant. Die Songs auf dem Album bewegen sich zwischen Pantera-Anleihen ("When Skies Fall Down"), leichter Nu Metal-Schlagseite ("Death And Beyond"), schicken Gitarrensoli ("Separation"), eingängigem Groove ("The End") und bietet auch mal eine staubtrockene und "dreckige" Stoner-Ballade ("Letter For You"). Anders formuliert: Zwischen Stoner Rock und Groove Metal haben A Million Miles sicherlich eine kleine Nische gefunden, in der man dem Fünfer durchaus eine gewisse Eigenständigkeit nachsagen kann. Was die ganze Sache allerdings ein klein wenig "problematisch" macht, ist die - zugegeben definitiv gute - Stimme von Fronterin Mona, denn die erinnert mich pausenlos an Sandra Nasic (Guano Apes), was dem ganzen Album irgendwie so einen gewissen 90er Jahre-Touch verleiht. Das kann man nun natürlich - wie alles andere auch - von zweierlei Seiten sehen. Vor 15-20 Jahren wären A Million Miles vermutlich ziemlich steil gegangen, ob und wie weit man damit jetzt im Jahre 2013 kommt, wird sich zeigen. Für meinen Geschmack fehlen mir auf "What's Left Behind" auch so ein bisschen die Highlights, die herausstechenden Songs, die letzten i-Tüpfelchen - in Sachen Songwriting ist für's nächste Mal also noch gut Platz nach oben. Wer auf Bands wie die bereits erwähnten Guano Apes oder auch Exilia steht und noch dazu was mit diesen Stoner- und Groove-Sachen anfangen kann, sollte A Million Miles ruhig mal antesten. (maz)

6,5/10