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ABIGAIL WILLIAMS - In The Absence Of Light

VÖ: 22. Oktober 2010
Candlelight Records

Diese Art von amerikanischem Black Metal gefällt mir immer besser. Kein Corpsepaint, kein aufgesetztes Image, nur die nackte Musik aus Überzeugung. Mit ihrem erst zweiten Album dürften Abigail Williams genau den Nerv bei dem Klientel treffen, welches sich von Dimmu Borgir lieber eine Rückbesinnung in gemischte "Stormblast"/"Enthrone Darkness Triumphant"-Gefilde gewünscht hätte. Da wo die Musik noch bissig war, wo geifernde Vocals den Hörer erschütterten, und trotzdem ein gesundes Maß an Epik und Melodie die Qualität steigerte (auch mit Hilfe von angenehm integrierten Keyboards). Auch tempomäßig lassen die Amis nichts anbrennen und feuern nicht selten richtig garstig aus allen Rohren, während die druckvoll sägenden Gitarren ihre frostige Atmosphäre mit starken Soli anfüttern. Skandinavischer geht es kaum - und das aus Amiland! Selbst der Mix von Hypocrisy-Mainman Peter Tägtgren ist über jeden Zweifel erhaben und beschert dem Hörer ein mitunter richtig beklemmendes Hörerlebnis.
Diesem Album mit seinen acht "Epen" (zwischen knapp fünf und acht Minuten geht hier alles) spreche ich liebend gerne eine Blindkauf-Empfehlung aus. Wer es trotzdem nicht glaubt, dem dürften z.B. "Final Destiny Of The Gods" oder "In Death Comes The Great Silence" die nötigen Argumente liefern.
Und weil es so viel Spaß macht (und stimmt): Die neue Dimmu Borgir hat gegen "In The Absence Of Light" nicht den Hauch einer Chance - zumindest aus traditionell-schwarzmetallischer Sicht. (sw)

8/10