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ABIGAIL WILLIAMS - The Accuser

VÖ: 30. Oktober 2015
Candlelight Records

Die Entwicklung von Abigail Williams gefällt. Gerade mit dem letzten Longplayer "Becoming" wurde ja die Tür zum raumgreifenden, leicht "grünen", aber auch garstigen Black Metal geöffnet. Diese Basis erfährt auf "The Accuser" eine nochmalige Verschärfung, die aber auch ihre Tücken hat. Ich habe nichts gegen skurrile Atmosphären, Dissonanz oder Klangspielchen. Aber sobald Abigail Williams das Tempo verschleppen ("The Cold Lines") oder sich in Post Black Gefilden mit instrumentalen Klangwelten herum chlagen ("Nuummite"), dann fördert das vielleicht die Atmosphäre, hat aber recht wenig musikalische Substanz. Wie gut, dass das hohe Tempo immer noch bevorzugt wird, denn schon der Opener "Path Of Broken Glass" liefert eine amtliche Breitseite und bekommt von "Of The Outer Darkness" und dem nach hinten raus im psychotischen Ödland verendenden "Godhead" amtliche Rückendeckung. Beim Hin und Her von "Forever Kingdom Of Dirt" ist das so "la la", "Lost Communion" hat auch noch seine Vorzüge und "Will, Wish And Desire" beweist melodisch-episch, dass es auch ohne Vollgas geht. Ja, mit dem Album kann man mich noch bei der Stange halten, obwohl mir der Vorgänger etwas besser liegt. Also bitte nicht zu verquer werden, ja?! (sw)

7,5/10