Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

ABNORMAL THOUGHT PATTERNS

Altered States Of Consciousness

VÖ: 26. Juni 2015
Lifeforce Records

Von Abnormal Thought Patterns hörte ich vor einigen Jahren zum ersten Mal, nachdem die Facebook-Seite von Into Eternity ein Video von dieser Band geteilt hatte. Ich war sofort begeistert von dem, was die Jungs aus den Staaten da aufgenommen hatten. Nun kommt am 26. Juni das zweite Album der Band in die Läden und da war ich natürlich scharf darauf, auch mal ein Ohr zu riskieren.
Die Songs liefern genau das ab, was man von Abnormal Thought Patterns erwartet: technisch ausgefeiltes, athmosphärisches Material mit komplexen Rhythmen, sowie Shredding-Solos und Gefrickel auf höchstem Niveau.
Der Schwerpunkt liegt hier in jedem Fall bei den Saiten-Instrumenten. Das Schlagzeug bietet da meist eher einen simplen Grundbaustein, an dem sich die anderen Instrumentalisten orientieren können. Die Saiten-Fraktion gibt dafür aber wirklich alles. Sogar einige ziemlich extreme Bass-Soli findet man in den Songs wieder.
Einziger Nachteil des Ganzen ist dann aber, dass es sich bei Abnormal Thought Patterns eben um eine Instrumental-Band handelt. Die Stücke an sich sind natürlich gut, allerdings wirkt ein ganzes Album voll mit technischem Gefrickel, Solo-Masturbation und einigen synthetischen Klängen auf Dauer eben doch etwas langweilig. Zum Glück spendiert einem das Album mit dem Track "Nocturnal Haven" noch die Vocals von Tommy Rogers von Between The Buried And Me" als große Ausnahme eines Nicht-Instrumentals.
Der Track findet sich dann auch noch einmal später auf dem Album als Instrumental, diesmal mit Tim Roth von Into Eternity als Unterstützung, wieder.
Das Album bietet schöne Instrumentalstücke, die auch nach mehrmaligem Hören interessant bleiben, sowie eine fundierte und sehr gute Arbeit an den Instrumenten, wirkt aber auf Dauer ein wenig schleppend und repetitiv. (cl)

6,5/10