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ABOMINATION - Abomination / Tragedy Strikes

VÖ: 04. November 2011
Nuclear Blast

Re-Releases und die damit einhergehende Diskussion über Sinn oder Unsinn ihrer Existenz. Nuclear Blast kümmern sich um ihre Labelanfänge und verwerten die ersten beiden Abomination-Alben nebst der "Final War"-EP und der Demos von 1987 und 1988 aufs Neue. Die Band um Paul Speckmann (Master) hat sich rein musikalisch auf diesen Scheiben aber nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Thrash Metal heißt die übergreifende Devise und man wütet wie die Axt im Wald. Das Material ist gerade in den Anfangszeiten sehr roh und mit unbändiger Power versehen, zeitgleich aber auch so dermaßen Break-durchsetzt und wild arrangiert, dass ich fast von einem gewissen Progressiv-Faktor sprechen möchte. Leider verheddern sich die Amis aber genau darin und lassen packende Songideen vermissen. Auf dem Zweitwerk "Tragedy Strikes" wird dieses Manko erst recht sichtbar. Die Produktion wurde besser, man ging etwas kontrollierter zu Werke, doch die packenden Songs blieben immer noch aus. Speckmann-Verehrer und krankhaft Thrash-Süchtige kennen und besitzen das Material wahrscheinlich, der Rest kann sich überlegen, ob eine Anschaffung notwendig erscheint. Da kann man auch bei den Master-Scheiben bleiben. (sw)

ohne Wertung