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ACHERON - Rites Of The Black Mass (Re-Release)

VÖ: 23. Februar 2018
Vic Records

Das gefällt. Vic Records kommen meinem persönlichen Verlangen nach, mir das Acheron Debüt "Rites Of The Black Mass" genauer zu Gemüte zu führen, nachdem mich Slaughterday auf ihrer 2014er "Ravenous"-EP mit ihrer "Ave Satanas"-Version angefixt hatten.
Und hier ist es nun wieder - das böse Ding. Und böse wollten die Herren unbedingt sein, wenn Vincent Crowley sogar als "Reverend" in der Church Of Satan fungierte, aus dieser aber austritt, nachdem ihr Oberhaupt Anton LaVey 1997 verstarb. Dass man sich textlich natürlich extrem satanistisch zeigte, war zumindest als Death Metal Band im Jahr 1992 etwas auffälliger, Songtitel wie eben "Ave Satanas", "Summoning The Master", "Prayer Of Hell", "Unholy Praises" oder "Cursed Nazarene" zeigten sofort Flagge. Passend dazu beinhaltet "Rites Of The Balck Mass" zwar "nur" zehn richtige Songs (mit einer Spielzeit von knapp 34 Minuten, insgesamt sind es aber 20 Tracks, da jedem Songs ein Intro vorgestellt wurde, welches - so mutmaße ich mal aus heutiger Sicht - irgendein böses Ritual zur Schau stellte). Musikalisch war das Album nicht das Maß aller Dinge, bot aber kraftvollen, leicht stumpf produzierten Old School Death Metal, wie der geneigte Fan ihn anno 1992 auch gerne in einer Schnittmenge aus Asphyx und Morgoth konsumierte. Als Gesamtpaket funktioniert das Album auch heute noch. Es drückt, es ist unheilschwanger, die satanistische Atmosphäre ist nach wie vor glaubwürdig und der Old School Death Metaller schwingt seine Matte immer noch gerne zu den abwechselnd schnellen (ohne Blasts!), mittel-speedig rollenden oder doomigen Geschossen.
Wer dieses Album nicht sein Eigen nennt, hat jetzt die Chance. Und als Startschuss, nun den umfangreichen Backkatalog (insgesamt neun Longplayer) mal genauer in Augenschein zu nehmen, ist "Rites Of The Black Mass" ebenfalls mehr als geeignet. (sw)

8/10