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AFTER ALL - Dawn Of The Enforcer

VÖ: 08. Juni 2012
Ván Records

Ups! Ich musste mir gerade nochmal vor Augen führen, wie ich die Belgier von After All letztes Jahr als Opener für Overkill empfand (bei uns nachzulesen) und ich war geneigt, die gleichen Worte für ihr achtes Album "Dawn Of The Enforcer" wieder zu benutzen. Knackiger Speed/Thrash Metal, in dem man gekonnt die neue Schule (mit schicken Grooves und vereinzelten Blasts) und die alte Schule (der überwiegende Rest und speziell der Gesang) kreuzt und trotzdem nicht das Gefühl hat, irgendetwas wäre hier deplaziert. Der Hauptteil der Songs (u.a. "Digital War", "Becoming The Martyr", "Demolition Course") bewegt sich irgendwo zwischen Bay Area Thrash, Agent Steel (was allein auf das Konto von Sänger Sammy Peleman geht) und einer Nuance des ersten Albums der eigenen Landeshelden Channel Zero. "To Breach And Grieve" ist dann zum Luftholen und "My Own Sacrifice" im Gegenzug richtig giftig. In Anlehnung an meinen o.g. Konzertbericht heißt es auch heute: Zum Abfeiern macht das schon Laune, aber über das Prädikat "gutklassige Performance" kommen sie bei mir trotzdem nicht hinaus.
Unterm Strich ist "Dawn Of The Enforcer" also definitiv für die Old School Fraktion - das beweist fast schon das schicke Ed Repka-Cover. Und aktuell geistert die Band ja auch mit Sacred Reich durch Deutschland. Das passt! (sw)

7,5/10