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AGATHODAIMON - Phoenix

VÖ: 20. März 2009
Massacre Records

Kinder, wie die Zeit vergeht: Das großartige Debütalbum "Blacken The Angel" der deutschen Düsterheimer liegt mittlerweile schon ganze elf Jahre zurück! Und bekanntlich will ja gut Ding Weile haben - so sind nun also fünf Jahre seit "Serpent's Embrace" (2004) vergangen, bis mit "Phoenix" endlich das 5. Album, der in der Vergangenheit häufiger von Besetzungsproblemen geplagten Band, vorliegt.
Agathodaimon trumpfen auch auf "Phoenix" wieder gekonnt mit ihren Stärken auf: Songs, die zwar bitterböse und düster - aber eben kein reinrassiger Black Metal sind. Neben ausgeklügelten und durchdachten Arrangements fällt neben der wirklich großartigen Gitarrenarbeit vor allem der einprägsame und markante Wechselgesang zwischen Ashtrael (Black/Death) und Sathonys (clean) auf. Gleich der Opener "Heliopolis" vereint all diese Stärken eindrucksvoll. Ein Song wie "Ghost Of A Soul" kommt fast schon balladesk im Midtempo daher, um dann im Refrain mit prügelnder Doublebass auszubrechen. "Ground Zero" ist ein amtlicher clubtauglicher Hit mit reinsten Ohrwurmqualitäten. Über die komplette Distanz des Albums können Agathodaimon das hohe Niveau mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit hatten. Kein Durchhänger, kein schlechter Song, stattdessen hier und da immer wieder mal kleine fast schon verträumt wirkende Akustikpassagen, gefolgt von reinsten musikalischen Wutausbrüchen, die dennoch zu jeder Zeit hochmelodisch sind. Man stelle sich The Vision Bleak vor - nur um ein Vielfaches düsterer, und mit (auch) aggressiven Black Metal-Vocals.
"Phoenix" dürfte das ausgeklügelste, raffinierteste und beste Album von Agathodaimon sein. Ein kleines Meisterwerk im Dark Metal! Ich bin wirklich überrascht! (maz)

8,5/10