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AGRATH - Thy Kingdom Come

VÖ: Oktober 2015
Funeral Industries

Grundsätzlich klingen Agrath auf ihrem zweiten Longplayer folgendermaßen: Drummer Ignotus prügelt recht stoisch vor sich hin und Lord Thammuz befand sich offensichtlich während der Aufnahme seines Gesangs in einer ziemlich finsteren und tiefen Gruft. Dazu kommen eingängige, sich immer wiederholende Gitarrenriffs bzw. Melodien, die vor allem, wenn der Lord sich zurückzieht (was ziemlich häufig passiert) geradewegs ins Ohr gehen. Das ist gut, eigentlich sogar sehr gut. Allerdings verfalle ich in hysterische Schnappatmung, als beim zweiten Song "Litany" zum Ende hin heller Frauengesang einsetzt. Dem Höllenfürsten sei es gedankt, dass das nur dieses eine Mal passiert. Was mich auch etwas nervt, sind die zwei komplett instrumentalen Lieder "From Beyond" und "La Catedral Del Dolor". Die wahrscheinlich als atmosphärisch gedachten Klänge, kommen mir einfach zu künstlich und aufgesetzt rüber. Der dritte derartige Song auf der Scheibe "Hell From Above" hört sich dagegen an, wie der große Rest des Silberlings (selbstverständlich nur eben ohne Gesang) und passt damit ins Konzept rein. "Thy Kingdom Come" ist eine solide Black Metal Scheibe, die für meinen Geschmack mit weniger Kreativität besser ausgesehen hätte. (st)

7/10