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AHAB - The Boats Of The Glen Carrig

VÖ: 28. August 2015
Napalm Records

Eine Seefahrt, die ist lustig. Eine Seefahrt, die ist schön …. ja, am AHAB-Arsch! Bei den selbst ernannten Nautic Doomstern muss man ganz tief Luft holen, um sich den Geheimnissen und Untiefen der rauen See zu stellen und sie dann auch geniessen zu können. Auf ihrem nunmehr vierten Album vollzieht das Quartett abermals den gekonnten Spagat zwischen fragilen Akustikpassagen und tonnenschweren (Funeral) Doom Death-Eruptionen, als würden sich Opeth (den verramschten progressiven Intellekt) mit einer New Orleans-Version der Schwergewichte Esoteric duellieren - und das auf hoher See. Und Ahab spähen mit gewohnter, beständiger Stärke auch nach neuen Ufern. So ist "Red Foam (The Great Storm)" der aktuell schnellste Song der Band und auch der Einzige unterhalb der Zehn Minuten-Marke. Die anderen Vier schlagen mit wechselndem Seegang amtliche Wellen und als Ganzes entwickelt sich "The Boats Of The Glen Carrig" (inspiriert durch die gleichnamige Novelle von William Hope Hodgson) zu einem dieser höchst intensiven Trips, die sich immer besser durch Hören, als durch Erklären beschreiben lassen. Wie gesagt - tief Luft holen, sonst droht der vorzeitige Abbruch. Wäre schade!
Mit "The Light In The Weed (Mary Madison)" soll noch der erste Ahab-Song mit ausschließlich klarem Gesang am Start sein, der uns aber leider nicht vorliegt. Ebenso wie eine Coverversion eines Alan Parsons Project-Songs, die in der Bio angesprochen wird. Schlecht für den Schreiber, gut für die Neugierde der potentiellen Käufer. (sw)

8/10