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ALESANA - Confessions

VÖ: 30. April 2015
Revival Recordings / Tragic Hero Records

Vier Jahre ist es her, dass es neues Material gab und nun bringen die Urgesteine Alesana mit mehr als zehn Jahren Bandgeschichte mit "Confessions" ihr nunmehr sechstes Album heraus. Mich erinnert allein der Name der Band an meine Teenagerzeit und dabei wird mir bewusst, wie lange es diese Band eigentlich schon gibt. Den nächsten Flashback bekomme ich, wenn ich in das Album reinhöre: die Band hat trotz endloser Erfahrung anscheinend an ihrem Stil festgehalten und auch wenn die Aufnahmen mittlerweile qualitativ besser sind, fühlt sich die Musik genauso an, wie vor acht Jahren, als ich über das Album "On Frail Wings Of Vanity And Wax" zu dieser Band fand. Die Atmosphäre hat diesen verzweifelt-emotionalen Anklang. Zwischen Post Hardcore, Emo und Screamo stolziert die Band umher. Der größte Anteil der Songs ist Klargesang, der vergleichsweise feminin wirkt und dadurch einen starken Kontrast zu den schrillen Screams und dröhnenden Growls bekommt, die zwar sporadisch, dafür aber maßgeschneidert auf die musikalische Stimmung eingesetzt sind. Lyrisch sind die Songs hauptsächlich auf die Gefühlsebene abzielend (welch Überraschung bei dem Genre), sorgen aber auch immer wieder für Ohrwürmer. Beispielsweise setzt der Song "It Was A Dark And Stormy Night" genau auf diese emotionale Identifikation des Hörers mit den Songs. Leider ist diese große Stärke auch die größte Schwäche. Wenn man gerade schlecht drauf ist, dann passen diese ganzen Songs perfekt und man fühlt sich verstanden. Ist man selbst aber gut drauf, dann wirken die Songs irgendwie unpassend und können ihre Wirkung einfach nicht entfalten, sondern ziehen dich eher runter. Dieses Album ist also wesentlich stimmungsabhängiger, als so manch anderes Album. Wenn man sich aber in der richtigen Stimmung befindet, dann gibt es kaum etwas Besseres. (zeo)

8/10