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ALFAHANNE - Alfapokalyps

VÖ: 28. Februar 2014
Dark Essence Records

Das wird schwer. Also, den Zugang zu diesem Album findet ihr eventuell über den Sólstafir-Song "Love Is The Devil (And I Am In Love)". So ganz grob stimmt die Richtung nämlich. Rockig, atmosphärisch, angeschwärzt und sehr eigenwillig. Doch Alfahanne gehen gleich ein paar Schritte weiter. Sei es den Weg der grassierenden Retro Rock Welle ("Rocken Dör") oder der offensichtlichsten Schwarzmetall-Herkunft ("Syndarnas Flod"). Die Wahrheit liegt jedoch mehrheitlich dazwischen und hat ihre Vorlieben in der Schnittmenge zwischen Punk, Goth und New Wave, die sich eben mit der Seele der Vergangenheit (ex-Vinterland/ex-Maze Of Torment-Mitglieder) verbindet. Und so wurden unter Hinzunahme der schwedischen Sprache - die manchmal schon zum Grinsen anregt - zehn skurrile, aber eigenständig und direkt nach vorne zielende Tracks erschaffen, denen man nur etwas Zeit lassen muss, um ihre Stärken zu erkennen. "Dödskult" würde sich bestimmt auch auf der einen oder anderen Tanzfläche gut machen und in "Alfa Hordes" findet man mit nicht viel Fantasie sogar ein paar rhythmische Vocals im entfernten Anne Clarke-Stil. Dagegen treibt "Indiehorda" richtig mörderisch nach vorne und der einzige längere Song "Såld På Mörkret" hätte auch den experimentellen Auswüchsen von Primordial zu "Spirit The Earth Aflame" entspringen können (checkt dazu mal "The Burning Season"). Komplettiert wird dieses Debüt durch exquisite Gastsänger (Taake's Hoest, Shining's Niklas Kvarforth und Helheim's V'gandr), was zwar auf ein wenig unterschwelligen Wahnsinn hindeutet, aber auch definitiv für die Verbundenheit zur Basis spricht. Kurzum: Irgendwie mal was anderes und das auch noch ziemlich gut. (sw)

8/10