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ALL HAIL THE YETI - All Hail The Yeti

VÖ: 17. August 2012
AFM Records

An den Yeti glaube ich nicht, also nix mit Huldigung. Ich glaube z.B. aber, dass "Ten Ton Hammer" einer der vernichtendsten Machine Head-Songs ist. Ich glaube auch, dass Down in ihrer cool-massiv-lässigen Art ziemlich einzigartig sind. Ich glaube ebenfalls, dass sowohl Pantera als auch Slipknot (besonders mit ihren ruhigeren Momenten) einen massiven Einfluss auf den modernen Metal, so wie wir ihn heute kennen, hatten. Und zu guter Letzt glaube ich, dass ein kräftiger Scream, ein fieser Beatdown oder ein eingestreuter Blast auf Modern Metal Ebene zwar nie vollends zu meinem engsten Freundeskreis gehören werden, in gewissen Momenten oder Zusammenhängen aber durchaus nicht zu verachten sind. Ach ja, ich glaube übrigens auch, dass die Plattenfirma zwar fasziniert ist von ihrer neuen Errungenschaft, trotzdem aber keine spezifischeren Worte findet, außer "Whiskey-getränkter, mit Lagerfeuerauch durchsetzter Blues der hässlichsten Sorte". Und mehr fällt mir dazu auch nicht ein. Außer, dass der Ami-Vierer tatsächlich eine ureigene Faszination versprüht, die äußerst kraftvolle Ausführung und Kompetenz beeindruckend ist und man dies unmöglich ignorieren kann. Für den richtigen Überblick empfehle ich als Start-Trio die Songs "When The Sky Falls", das getragene "After The Great Fire" und der derbe Rauswurf "Judas Cradle". Nur die 14 Minuten "Waldgeräusche" am Schluss hätte man sich sparen können. Aber für den Anfang ist "All Hail The Yeti" ein ziemlich guter Start … glaube ich. (sw)

7,5/10