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ALL PIGS MUST DIE - Hostage Animal

VÖ: 27. Oktober 2017
Southern Lord Records

Eine der fettesten Entdeckungen der letzten Jahre stellen für mich All Pigs Must Die dar. Hier wird eine so verdammt böse Mischung aus Metal und Hardcore verzapft, dass man die eigentlichen "Metalcore"-Bands gar nicht wirklich ernst nehmen kann.
Nach dem phänomenalen Debüt "God Is War", welches 2011 herauskam, und der zweiten Full Length "Nothing Violates This Nature", kommt jetzt das dritte Stück im Bunde. Und es schließt sich perfekt mit an. Schon beim ersten Song, der auch zugleich der Titelsong ist, geht es einfach nur in einer derben Geschwindigkeit ins Gesicht. Das ganze Album hat wieder knapp über 30 Minuten auf guten zehn Songs verteilt. Keine Zeit zum langweilig werden. Drummer Ben Koller (Converge, Mutoid Man) schafft es nicht nur wie bei ähnlichen Bands, hart, schwer schnell und langsam auf das Drum-Set einzuprügeln, sondern hat zwischendurch sehr schön punktuelle Spielereien. Was für ein Drummer! Kevin Baker (The Hope Conpiracy) schafft es mit seinem dreckig-rotzigen Vocals mit ordentlich Hall drauf, den Songs noch den richtigen Feinschliff zu geben. Auch die langsamen Songs wie "End Without End" sind in gefühlter Rohheit und Aggression kaum zu schlagen. Schöner Reinhör-Tipp wäre dann noch die Auskopplung "Blood Wet Teeth". Diese Riffs! Und da kommt die Frage auf: Wie schafft es eine Band einen so heavy brutalen Sound hinzubekommen. Ein Grund kann auf jeden Fall sein, dass das Album in Kurt Ballous (Converge) God City Studio aufgenommen wurde. Der Sound findet sich aber nicht nur auf den Platten wieder, auch live durfte ich schon den dicken Arschtritt ins Gesicht spüren. (kdz)

9/10