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ALL THAT REMAINS - A War You Cannot Win

VÖ: 16. November 2012
Razor & Tie

Ob sich der Albumtitel wohl darauf bezieht, dass es mittlerweile nur noch wenige Überlebende im Metalcore gibt? Man weiß es nicht. Mit ihrem sechsten Album betritt der Fünfer aus Springfield/Massachusetts jedenfalls wieder etwas härteres Terrain, nachdem der Vorgänger "For We Are Many" (2010) teilweise etwas rockig ausgefallen war. Mit dem typischen europäischen Metalcore hat jedoch auch "A War You Cannot Win" eher wenig zu tun. Man bedient sich zwar ebenfalls den bekannten Zutaten wie aggressiven Parts, einem sehr modernen Sound (sicherlich auch Dank Produzent Adam Dutkiewicz von Killswitch Engage), großartigen Melodien im Refrain, hin und wieder auch Breakdowns und Moshparts und dem typischen clean/Growl-Wechselgesang. Doch All That Remains klingen dabei durch und durch amerikanisch, fast schon massenkompatibel (Stichwort Five Finger Death Punch) und gar radiotauglich (wie die Vorabsingle "Stand Up"). Doch mit Songs wie "Just Moments In Time", dem eröffnenden "Down Through The Ages", dem Titelsong oder auch "You Can't Fill My Shadow" hat man entsprechend energiegeladene Granaten für den nächsten Pit parat. Wenn der Fünfer jedoch das Tempo herausnimmt, rutscht man schnell wieder in rockigere Gefilde ab, so wie bei "Asking Too Much", der Ballade "What If I Was Nothing" oder dem etwas durchschnittlich wirkenden "Not Fading", was der Band prinzipiell aber gar nicht mal so schlecht zu Gesicht steht. Der Sinn des gerade mal 20-sekündigen "Intro" (als sechster Titel) und dem ebenfalls instrumentalen Akustikgeklimper "Calculating Loneliness" entzieht sich mir allerdings völlig und wirkt entsprechend überflüssig. (maz)

7,5/10