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ALL WILL KNOW - Contact

VÖ: 02. März 2012
Deafground Records

"Talking about Music is like dancing about Architecture." (Elvis Costello) - diese Überschrift im Presseinfo der siebenköpfigen süddeutschen Truppe trifft es eigentlich auf den Punkt, aber trotzdem sollte bzw. muss ich ein bisschen was über das Debütalbum "Contact" erzählen.
All Will Know gründeten sich Ende 2010 u.a. aus ex-Mitgliedern von Agathodaimon (Keyboarder Felix Walzer und Gitarrist Jan Jansohn - letzterer ist aktuell auch noch bei Adorned Brood tätig), haben sich mit anderen Mitstreitern - die ebenfalls allesamt schon einiges an Erfahrungen als Musiker gesammelt haben - verstärkt, und veröffentlichen nun das im berühmten Kohlekeller Studio (u.a. Powerwolf, A Traitor Like Judas) aufgenommene erste Album, für das u.a. auch Disbelief's Carsten 'Jagger' Jäger als Gast gewonnen werden konnte.
Musikalisch servieren uns die sieben Herren (= zwei Sänger + Keyboarder) einen sehr melodiösen Mix aus schwedisch angehauchtem melodischen Death Metal - allerdings in einer mitunter eher soften Version - mit deutlich modernen Einflüssen, ohne hier jetzt jedoch das "böse Core-Wort" in den Raum zu werfen. Punkten kann man zum einen mit den eingängigen und großartigen Refrains ("Counting Stars"), den vielzähligen starken Melodien ("Rise And Fall Of...") und vor allem in den härteren und agressiveren Momenten ("Feeding The Aftermath", "Mental Takedown"). Hier und da blitzen wirklich gute Gitarrensoli durch ("Static"), man wandelt auf einem sehr schmalen, aber überzeugenden Grat zwischen Melodie und Härte, und so entpuppt sich "Contact" als ein rundum gelungenes Debütalbum - der erste Kontakt ist also mehr als gelungen. Warum allerdings ausgerechnet der einzige schwache und für das gesamte Album am wenigsten repräsentative Song ("How Far Would You Go?") als Vorabsingle veröffentlicht wurde, entzieht sich völlig meinem Verständnis. Nichtsdestotrotz: Antesten! (maz)

7,5/10