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ALLTHENIKO - Fast And Glorious

VÖ: 05. Dezember 2014
Pure Steel Records

Italien - Power Metal - Klischee - Bäh! Aber wartet mal … der Sound, der Druck, die Stimme, die Songs, jau, da ist richtig Fleisch auf der Pizza. Vergesst mal eben die Assoziation und lässt euch von Alltheniko den Nacken verrenken. Keine Ahnung, wie sich das Trio seit seinem ersten Demo "Animal Thing" (2002) so entwickelt hat, es muss aber gut gelaufen sein, dann "Fast And Glorious" ist amtliches Headbanger-Futter par excellence bei dem Stillsitzen zum Platzverweis führt. Wer beim Monster-Refrain von "Scream For Exciter" nicht beide Fäuste gen Himmel/Stereoanlage/Bühne wirft, muss taub sein. Sein kleiner Hit-Bruder "Holy War, Holy Fighter" wurde zum warm singen strategisch bestens direkt davor platziert. Da sind richtig Eier in der Hose! Die drei Stiefel-Knechte treten gerne aufs Gas und tönen gerade aufgrund der Gitarrenarbeit und ein wenig auch wegen der Stimme zwischendurch gerne mal nach älteren Rage (das Startriff des Openers "Tank Of Death" - wieder mit einem erstklassigen, leicht asiatisch angehauchten Refrain). Der Titelsong (noch so ein sich fest beissender, knapper Refrain) und "KaiserSteel" (jau!) gehen sogar als Thrash-Grenzgänger durch. Gen Ende lässt die Trefferquote minimal nach, diese Tatsache wird aber durch ein dem Band-Sound angeglichenes Saxon-Cover "Power & The Glory" zumindest mit einem Grinsen für unwichtig erklärt.
Gesamteindruck "Fast And Glorious"? Eine faustdicke Überraschung, die dem Namen der Plattenfirma 200%ig gerecht wird. Und meine Sommerfestival 2015-Beschallung hat schon wieder Zuwachs bekommen. Geil! (sw)

8/10