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ALMYRKVI - Umbra

VÖ: 24. November 2017
Ván Records

Irgendwie war meine Erwartungshaltung anders. Black Metal aus Island las ich und vergaß dabei, das Label in meine Gedanken mit einzubeziehen. Das ist auch gar nicht böse gemeint, passt aber zur Tatsache, dass dieses Duo seinen Black Metal-Wahnsinn eher auf der geistigen Ebene treibt. Tief dunkle Soundlandschaften mit eben solchen Growls, sporadisch, aber gezielt eingesetztem Klargesang, sich eher an Akkorde und leicht Dissonanzen haltende Gitarren (ein klassisches Riff wie im Gesangsteil von "Stellar Wind Of A Dying Star" findet man eher selten), vornehmlich in doomigen Gefilden rodend, während die schnellen Passagen dann aber auch wirklich derbe explodieren. Dazu noch Keyboards, die die apokalyptische (nicht klinische) Atmosphäre unterstützen. Ja, das ist schon harter Tobak, der hier über den Hörer einbricht, wenn man nicht gerade Sound-affin oder zumindest auf solch ein Ungetüm vorbereitet ist. Das eventuelle Ausschau Halten nach Anhängern im Bereich von The Ruins Of Beverast könnte passen, zwischen den Bands liegen in meinen Ohren aber noch Welten.
Dass die Band in Kürze mit Sinmara (von denen zwei Musiker eben Almyrkvi darstellen), Sortilegia und I I auf Tour geht, dürfte hingegen nicht wenige Supporter auf den Plan rufen. (sw)

6,5/10