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ALTER BRIDGE - AB III

VÖ: 08. Oktober 2010
Roadrunner Records

Schlicht und einfach "AB III" heißt das dritte Album von Alter Bridge. Und man kann wirklich von Glück sprechen, dass dieses Album überhaupt erschienen ist, und sich das Thema Alter Bridge nach der letztjährigen Reunion von Creed nicht erledigt hat (die Instrumentalfraktion ist in beiden Bands nämlich die gleiche, nur eben mit anderem Sänger). Ich persönlich habe Alter Bridge ohnehin immer Creed vorgezogen, da sie nicht ganz so "glatt und massentauglich" waren, was nicht zuletzt auch am deutlichen Blues- und Metaleinfluss lag.
Drei Jahre nach dem starken "Blackbird", und mit neuem Label, sowie der erstaunlich guten Creed-Reunion im Rücken, wirken Alter Bridge auf "AB III" so intensiv und dynamisch wie selten zuvor.
Nach dem karg-düsteren Intro von "Slip To The Void" entwickelt sich der Opener schon bald zu einem satten Rocker mit viel 90er-Jahre Attitüde. Das folgende "Isolation" - die erste Singleauskopplung - ist der vermutlich stärkste und auch metallischste Song des Albums - starke Riffs, zwischendurch ordentlich Tempo mit großartiger Schlagzeugarbeit, und ein fantastischer Refrain … ja, die Herren können es noch! "AB III" hat ohnehin alles, was ein starkes und modernes US-Rockalbum braucht. Große Songs (das an Seether erinnernde "I Know It Hurts"), satte Riffs ("Still Remains", "Coeur d'Alene"), packende Melodien ("Make It Right"), auch mal melancholischere Momente ("Ghost Of Days Gone By"), sowie schmachtende Balladen in bester Bon Jovi-Manier ("Wonderful Life"). Alles in allem ein wirklich starkes Album, das für meinen Geschmack aber ruhig noch etwas härter hätte ausfallen dürfen. (maz)

8/10