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ALTER BRIDGE - The Last Hero

VÖ: 07. Oktober 2016
Napalm Records

Japp, da sind sie wieder! Alter Bridge haben nach nunmehr drei Jahren, die seit dem letzen Album "Fortress" ins Land gezogen sind, neues Material im Gepäck und davon nicht zu knapp. Monumentale 71 Minuten feinstes Liedwerk werden einem um die Ohren gehauen. Das ist durchaus eine beachtliche Länge und auch eine gewisse Herausforderung über die Länge, auch die Qualität gleichmäßig hoch zu halten. Dies gelingt den Recken aus den Staaten glücklicherweise auch beinahe mühelos.
Auf den ersten Blick klingt "The Last Hero" offener und wesentlich weniger düster und bedrückend, als der Vorgänger. Schon der Opener "Show Me A Leader" strahlt eine enorm kraftvolle Aura aus. Die Songs sind gewohnt treibend, dank der verlässlichen Rhythmusfraktion und den von Alter Bridge gewohnt eingängigen Riffs. Dazu der einzigartige Gesang von Sänger Myles Kennedy und die hervorragende Arbeit der Leadgitarre (man höre sich einfach mal die Soli aus "The Side Of Fate" an - ganz großes Kino!). Darüber hinaus hat der Sound auf "The Last Hero" irgendwas Bombastisches an sich. In jeder Note schwingt eine gewisse Epik mit, was man wohl auch der absoulut gelungenen Produktion auf die Fahne schreiben dürfte. In Sachen Abwechslung reicht das Spektrum, ebenso wie beim Vorgänger, von schweren voranstürmenden Songs ("Poison In Your Veins", "Crows On A Wire"), bis hin zu gediegenen, teils balladesken Nummern ("My Champion", "Cradle To The Grave"). Das Augenmerk liegt aber definitiv auf den langsameren Kompositionen, die einen Großteil des Albums einnehmen.
"The Last Hero" ist ein interessantes und kraftvolles Album geworden, das alle Stärken von Alter Bridge perfekt ausspielt und ein Gesamtkunstwerk hinterlässt, das absolut zu empfehlen ist, die harte Fraktion aber eher nicht bedient und die Platte daher eher was für Liebhaber seichterer Klänge sein wird. (cl)

9/10