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AMARANTHE - The Nexus

VÖ: 22. März 2013
Spinefarm Records

Was auf dem 2011er Debütalbum "Amaranthe" bereits bestens funktioniert hat und durchaus erfolgreich war, klappt natürlich auch auf Album Nr. 2 der dänisch/schwedischen Band wieder bestens: Viel Melodic Death Metal, eine gute Portion Power Metal inklusive Keyboards, einen Hauch Metalcore, eingängig-poppige Refrains, wie sie aktuell kaum eine zweite Band zustande bringt, der markante dreistimmige Gesang (Growls, clean + SängerIN) und dazu jede Menge packende Stakkato-Riffs, die für ordentlich Groove sorgen. Da entpuppt sich gleich der Opener "Afterlife" als höchst eingängiger Hit-Anwärter (der eventuell sogar die Nachfolge des Überhits "Hunger" vom Vorgängeralbum antreten könnte). Auch die folgenden "Invincible" (starker Refrain), der hymnenhafte Titelsong, sowie das Moshpit-taugliche "Theory Of Everything" (klasse Gitarren-Soli) punkten ausnahmslos auf ganzer Linie und offenbaren die Stärken der Band. Auch wenn es danach mit dem eher durchschnittlichen "Stardust" und der Halbballade "Burn With Me" vorübergehend nur noch "gut" weitergeht, dreht man danach mit dem ebenfalls massiv hitverdächtigen "Razorblade" und dem stampfenden und mit herrlich tiefen (fast schon NDH-mäßigen) Gitarren ausgestatteten "Electroheart" wieder auf.
Es steht völlig außer Frage, dass "The Nexus" nun wahrlich nicht jedem gefallen wird und Amaranthe dementsprechend auch nicht nur Fans haben. Kritiker werden sich nach wie vor trotz der starken Gitarren und klasse Songs am "glatten", modernen und poppigen Sound stören. Aber wie gut, dass jede Form von Metal ihre Zielgruppe hat - Amaranthe sind in diesem Genre jedenfalls eine erfrischende Ausnahmeerscheinung. Trotzdem gebe ich dieses Mal einen halben Punkt weniger, da drei bis vier Songs das letzte i-Tüpfelchen fehlt. (maz)

8/10