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AMBUSH - Desecrator

VÖ: 30. Oktober 2015
High Roller Records

Beim heiligen Halford! Würde mich mal interessieren, wie oft Ambush im Vorfeld ihres zweiten Albums das 1977er Priest-Werk "Sin After Sin" gehört haben. Im Opener "Possessed By Evil" hätte Sänger Oskar Jacobsson auch mit den Worten "Look out, here's Starbreaker - cruisin' into town." starten können. Bei Ambush hat sich also gar nichts geändert, was man je nach Vorlieben cool oder doof finden kann. Da heißt es "Grinsen oder das Weite suchen", wenn sich bei "Rose Of The Dawn" Judas Priest mit einem "Fast As A Shark"-Gedächtnis-Riff und einem Euro Metal-Refrain einen flotten Dreier gönnen. Und diese Basis zieht sich durch das gesamte Album, welches genau wie sein Vorgänger "Firestorm" von außen bedrohlicher erscheint (Cover, Albumtitel) und im Inneren abspeckt. Mal mehr Euro Metal (der Titelsong), mal einfach nur nett ("Master Of The Sea") viel alte Priest, aber das Ending des Rausschmeißers "The Seventh Seal" muss "logischerweise" noch nach Iron Maiden klingen. Wie gesagt - je nach Präferenz-Lage. Mir ist das trotzdem irgendwie immer noch zu simpel und plakativ, auf der anderen Seite reicht es zumindest, um als kurzzeitige Ersatzdroge zu fungieren. Ich gebe da ausnahmsweise noch mal 7,5 Punkte. Wenn sich nächstes Mal wieder nichts tut, wird es aber kritisch, Jungs! (sw)

7,5/10