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AMBUSH - Firestorm

VÖ: 23. Mai 2014
High Roller Records

Ambush - Firestorm … das sind Schlagwörter, bei denen ich auch nach 25 Jahren Heavy Metal eine richtige Portion Backfutter erwarte. Und das Cover macht ja auch schon was her. Aber diese jungen Schweden bleiben lieber auf der gezielt fokussierten Frühachtziger Metal/Rock-Schiene. Tempomäßig tendiert man also eher in Richtung Dead Lord als Enforcer. Soll heißen: Herrlich eingängiges Riffing, Produktion im Old School Sinne, keine Experimente, keine Keyboards. Die dicksten Muckis haben sogar die Backing-Shouts. Für mich persönlich ist die Chose manchmal etwas vorhersehbar. Und um die Die Hard Freaks mal zu ärgern: Wenn man über dieses Album eine klassische Fredrik Nordström-Produktion legen und den sehr wohl authentischen Gesang von Oskar Jacobsson durch einen Joacim Cans ersetzen würde, ein "Heading East" (die B-Seite der vorangegangenen "Natural Born Killers"-Single) wäre eigentlich ein fast klassischer Hammerfall-Track. Von mir gibt es dafür zwar keinen Rüffel, aber die Frage, wer oder wer nicht, noch oder nicht mehr, authentisch oder up to date, sich vor der Metal-Blütezeit der Achtziger verbeugt, müsste mal etwas weniger engstirnig betrachtet werden. Was will ich sagen? "Firestorm" ist klassisches Futter für die Traditions-Fraktion. Es schmachtet mal ("Close My Eyes"), geht direkt ins Ohr ("Firestorm"), zitiert gerne Accept oder Judas Priest (die Strophen in "Molotov Cocktail") oder zeigt sogar mal einen Anflug von US Concept Metal ("Master Of Pain"). Nicht perfekt, aber macht mehr Spaß, als ursprünglich erwartet! (sw)

7,5/10