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AMERICAN HEAD CHARGE - Tango Umbrella

VÖ: 25. März 2016
Napalm Records

Elf Jahres ist es her, dass American Head Charge ihr letztes Album "The Feeding" rausgebracht haben. Zwischendurch gab es ein paar Jahre Pause, ein paar Line Up Wechsel und jetzt gibt es wieder eine neue Platte, die sich an die frühen 90er Jahre des Industrial Metal halten soll. So viel gibt es da ja auch nicht mehr.
Gleich der erste Song, "Let All The World Belive", beginnt mit einem elektronischen Intro, welches an Nine Inch Nails erinnert. Nach kurzer Zeit geht es dann weitaus härter weiter und gefällt mir auf Anhieb. Im Wechsel von Sprechgesang und derbem Schreien, erinnert es gut an die 90er - vor allem diese authentische Wut à la Rage Against The Machine in den Songs, die man heute eher seltener findet. Das Album zieht sich ziemlich abwechslungsreich durch, so könnte man im dritten Song "Perfectionist" die frühen Korn erkennen und im fünften, "I Will Have My Day", teilweise Minstry. So macht das Album richtig Laune und hat natürlich auch ordentlich eigenen Sound drin. So wird's ab und zu recht melodisch, wie bei ihrer zweiten Scheibe "The War Of Art". Die Klavierballade "A King Among Men" holt einen vom sonstigen "Ausrast-Modus" wieder runter. Musikalisch gibt es hier viele schnelle Drums und relativ simple und eingängige Riffs. Die Vocals erinnern oft mal an die alten Marylin Manson-Sachen, gerade in "Prolific Catasthrophe". So geht's mit grandioser Abwechslung in guten 53 Minuten 20 Jahre zurück in die Vergangenheit.
Mir hat so ein Album mal wieder richtig gut getan, da sich gerade in diesem Genre nicht mehr allzu viel tut, wenn man bedenkt, dass mal diverse Actionfilme sowas als Soundtrack hatten. Diese Platte sollte in keinem Industrial Metal Regal fehlen! (kdz)

9/10